Vier Konzerte in vier Kirchen: Bei der Premiere gab's viel Schönes auf die Ohren.

Unterwegs auf der Orgelmeile

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Irith Gabriely und Hans-Joachim Dumeier beim Eröffnungskonzert in der evangelischen Kirche.

Dieburg -  Einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Art durften die Freunde der Orgelmusik am Samstag erleben. Die erstmals veranstaltete Dieburger Konzertreihe bot klassische Kirchenstücke, traditionelle Werke und eigene Kompositionen der Künstler. Von Verena Scholze

Veranstaltet wurden die Orgelkonzerte in den Dieburger Kirchen, die zu diesem besonderen Anlass ihre Türen öffneten. In jeweils einzigartiger und besonderer Atmosphäre war jedes Konzert für sich ein Genuss.

„Ich freue mich, dass wir dieses neue Kulturereignis gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde, der katholischen Pfarrgruppe Dieburg sowie der Konzertagentur Berg realisieren konnten“,so Bürgermeister Dr. Werner Thomas, der die Besucher zum Auftaktkonzert in der evangelischen Kirche begrüßte. „Die Namensgebung für diese Konzertreihe war schnell gefunden“,sagte Thomas lächelnd und erklärte: „Der Weg von St. Wolfgang bis zur evangelischen Kirche beträgt 1,6 Kilometer und entspricht mit diesem Maß fast dem der englischen Meile mit 1,609433 Metern.“

Die Konzertreihe begann mit Irith Gabriely (Klarinette) und Hans-Joachim Dumeier (Orgel). In ihrem Programm „Church Meets Synagogue“ brachten sie traditionelle jüdische Klezmerstücke und Kompositionen und Bearbeitungen im klassischen Stil unter anderem von Albert Schönberger und Johann Sebastian Bach zu Gehör.

Jan Masuhr (E- und Konzertgitarre) und Thomas Gabriel (Orgel) vor ihrem Konzert in der Gnadenkapelle.

In der Gnadenkapelle zeigten Jan Masuhr mit der E- und Konzertgitarre, und Thomas Gabriel an der Orgel, wie einzigartig diese Instrumente zusammen klingen. Mit Werken von Joaquin Rodrigo wie das „Concierto de Aranjuez“ und eigenen Kompositionen begeisterten sie das Publikum. „Ich habe Gänsehaut“,flüsterte eine Besucherin ihrer Nachbarin zu. Im Anschluss an das Konzert ließ der Mainzer Domorganist Albert Schönberger unter dem Titel „zauberhafte Flöten und Orgelklänge“ mit Werken von Haydn, Donizetti und Corelli die Orgel in St. Peter und Paul ertönen. Begleitet wurde er von Renate Kehr mit der Flöte. Seinen Abschluss fand der Abend in St. Wolfgang im Westen der Stadt. Manfred Bockschweiger mit der Trompete und Andreas Boltz an der Orgel spannten gemeinsam den musikalischen Bogen von Bach und Telemann über Schostakowitsch und Lefebure-Wely bis hin zu Piazolla.

„Wir freuen uns über diese enorme Resonanz“,sagte Richard Berg. Bereits im Vorfeld wurden viele Karten verkauft und es waren auch viele Besucher an den Abendkassen. Berg, der mit den Künstlern bereits seit Jahren zusammenarbeitet, zeigte sich sehr zufrieden und versprach: „Sicherlich wird es auch nächstes Jahr wieder eine Dieburger Orgelmeile geben.“

„Wir freuen uns sehr, hier zu sein und an diesem Ereignis teilhaben zu können“,sagte Thomas Gabriel. Und auch die Besucher des Konzertereignisses zeigten sich begeistert. „Wir haben diesmal nur Karten für das erste und letzte Konzert gekauft, um zwischendurch noch Essen gehen zu können“,erzählte Hannelore Stiller „aber nächstes Jahr möchten wir gerne alle Konzerte besuchen.“ Und Sabine Hahnert, eine weitere Musikliebhaberin, erklärte: „Das Konzert in der Gnadenkapelle war einzigartig und ich hoffe, das die beiden Künstler nächstes Jahr wieder spielen.“

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