Gerücht dementiert

„Ureigenste Aufgabe“

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Dem Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Werner Thomas zufolge habe es schon „Überlegungen gegeben, an dieser Stelle neu zu bauen“.

Dieburg - Das Gerücht über einen möglichen Eigentümerwechsel im Altenzentrum St. Rochus wird dementiert. Es bleibt unter dem Dach der Stiftung. Von Jens Dörr 

Da ist definitiv nichts dran. “ Werner Thomas, nicht nur Bürgermeister Dieburgs, sondern inzwischen auch zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Rochus (Krankenhaus und Altenzentrum in der Gerhart-Hauptmann-Straße) gewählt, tritt in diesen Tagen klar Sorgen entgegen, die zuletzt immer wieder von Angehörigen der Bewohner des Altenzentrums St. Rochus geäußert wurden.

Sie befürchteten - wohl auch aufgrund des geplanten Verkaufs von großen Anteilen am Krankenhaus -, das Bistum Mainz wolle sich in naher Zukunft auch vom Seniorenheim im Dieburger Westen trennen.

„Die Betreuung und Pflege älterer Menschen ist ureigenste Aufgabe der Stiftung“, betont Thomas und stellt noch einmal heraus, die unter Aufsicht des Bischöflichen Ordinariats stehende Stiftung St. Rochus wolle weiter Eigentümer und Betreiber des Altenzentrums bleiben.

Bis vor 14 Jahren war das Altenzentrum im Besitz der Stadt, wurde am 1. April 1999 in die Hände der Stiftung übergeben. Das Haus, das ausschließlich über Einzelzimmer verfügt, bietet sowohl Grund- als auch Behandlungspflege an und überdies die Möglichkeit der Kurzzeitpflege, bei der die Bewohner nur übergangsweise in der Hauptmann-Straße wohnen. Grundlage für den Umgang mit den Bewohnern seien ganz im Geist der Stiftung stets die Grundwerte Nächstenliebe, Achtung und Wertschätzung, Ehrlichkeit, Toleranz und Vertrauen, so das Altenzentrum in seiner Selbstdarstellung.

Darüber hinaus stehe Werner Thomas zufolge außer Frage, dass das Altenzentrum St. Rochus ziemlich in die Jahre gekommen sei und es großen Modernisierungsbedarf gebe. „Wir wissen alle, dass etwas getan werden muss. Es hat auch schon Überlegungen gegeben, an dieser Stelle neu zu bauen.“

Man könne allerdings schlicht nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen. Bistum, Stiftung und Stiftungskuratorium konzentrierten sich zunächst auf die Weichenstellung fürs Krankenhaus. Hier könnten bis Ende März die Entscheidungen fallen - so jedenfalls das selbst gesteckte Ziel des mitverhandelnden Landkreises.

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