Holz-Sitzgruppe wurde bereits dreimal gewaltsam beschädigt

Vandalen im Postwald

Revierförster Peter Sturm zeigt verständnislos auf das Bild der Zerstörung.

Dieburg - (ves) „Diese Bank wurde mit roher Gewalt aus dem Boden gerissen“. Kopfschüttelnd steht Revierförster Peter Sturm vor der zerstörten Sitzgruppe und zeigt auf die betonierte Verankerung, die knapp 30 Zentimeter aus dem Boden ragt. „So etwas passiert nicht durch bloßes Rütteln, sondern hier waren wirklich rohe Kräfte am Werk“, stellt Sturm fest.

Auch an der anderen Bank sieht man deutlich das Ausmaß der Zerstörung. Ein Metallhaken, der zur Befestigung mit dem Beton verankert war, ragt abgebrochen und verbogen aus dem Boden und eine weitere Betonverankerung wurde sogar durchbrochen.

Die hölzerne Sitzgruppe bestehend aus einem Tisch und zwei Bänken wurde im Spätsommer 2008 im Postwald hinter dem FH-Gelände aufgestellt. „Nachdem mehrere ältere Bürger um eine Sitzgelegenheit gebeten hatten, übernahm die Stadt die Kosten für diese Holzbänke“, berichtet Sturm. Dazu zählten neben der Anschaffung und dem Aufbau auch die Wartungskosten. Bereits eine Woche nach der Montage stellte man das erste Mal Vandalismus an dieser Sitzgruppe fest.

„Wir haben damals die Kosten übernommen und die Sitzgelegenheit wieder instand setzen lassen“, so Sturm. Leider musste man nach wenigen Wochen erneut feststellen, dass die Bänke zerstört worden waren. Erneut wurde eine Firma beauftragt, die Gruppe wieder zu reparieren.

Das Ganze hielt nicht lange an und Anfang diesen Jahres stellte man eine erneute Verwüstung fest. Seit nunmehr knapp einem halben Jahr stehen die Bänke zerstört im Postwald und bieten den Spaziergängern vor Ort keine Möglichkeit des Verweilens mehr. Sturm zeigt Unverständnis für die Sachlage. „Wer kommt denn auf solche Ideen und nimmt diese bewusste mehrfache Demolierung vor?“, fragt er. „Falls jemand sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter geben kann, möchte er sich bitte mit dem Forstamt in Verbindung setzen“.

Nach dieser ganzen Vorgeschichte sollte die Sitzgelegenheit nicht mehr repariert werden. „Wir trugen uns mit dem Gedanken, die Bänke komplett zu entfernen“, sagt Sturm. Nachdem aber bereits mehrere Nachfragen seitens der Bürger an das Forstamt nach einem erneuten Aufbau herangetragen wurden, wird es wohl doch noch zu einer weiteren Reparatur kommen. „Aller guten Dinge sind drei“, sagt Sturm.

Kommentare