Veränderung und doch Konstanz

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Am 2., 3. und 4. November erwartet man zum Martinsmarktwieder bis zu 30 000 Besucher. -

Dieburg- Veränderung und doch Konstanz: Obwohl Heyke Möller in diesem Jahr nicht wie im vergangenen für den historischen Teil des Martinsmarkts verantwortlich zeichnet, führt der Dieburger Gewerbeverein als Veranstalter ihr Konzept fort. Von Jens Dörr

Das ist eine der wichtigsten Botschaften vor der 27. Auflage des Marktes, der in diesem Jahr am 2., 3. und 4. November Innenstadt und Fechenbach-Park zum Publikumsmagneten machen wird.

Bis zu 30 000 Menschen strömen stets Anfang November in Dieburgs Zentrum - sofern das Wetter mitspielt. Marktmeister Alois Ostner (Kaufhaus Enders) verspricht auch für dieses Jahr einen Martinsmarkt in bewährter Manier: Budenwelt auf dem Marktplatz, in der Zuckerstraße und der Steinstraße, historischer Markt im Fechenbach-Park, ein musikalisches Rahmenprogramm und weitere traditionelle Höhepunkte (Münzprägung, Bücherflohmarkt) bilden die Eckpfeiler des bunten Treibens.

Historisches Treiben

Wie 2011 soll also auch im historischen Teil des Markts - ihn als „Mittelaltermarkt“ zu bezeichnen, trifft es angesichts des zur Schau Gestellten nicht präzise - das Bewährte erhalten bleiben. Heißt im Klartext: Ein überzeugend nachgestelltes historisches Treiben anstatt Kitschstände mit Fantasy-Nippes, wie es sich zwar all die Jahre nicht überall durchzog, sich aber stellenweise doch eingeschlichen hatte. In Heyke Möller hatte dem im vergangenen Jahr eine Fachfrau erfolgreich den Kampf angesagt, der historische Teil kam bei Darstellern wie Besuchern überwiegend sehr gut an. Nach einer weniger erfolgreichen Neukonzeption des Maimarkts und einiger Kritik stand Möller allerdings nicht nur dafür, sondern auch für den Martinsmarkt nicht mehr als Organisatorin zur Verfügung.

Die Federführung auch für diesen Part lag und liegt 2012 somit wieder in den Händen von Alois Ostner, der jedoch betont: „Der historische Markt wird auf der Basis des letzten Jahres bestehen bleiben. Die meisten Stände bleiben gleich.“ Möller sei sehr um „mehr Authentizität“ bemüht gewesen - diesen Ansatz führe man fort. So wird die recht geringe Fluktuation der Stände am Martinsmarkt - Jahr für Jahr wechseln nur rund 15 bis 20 Prozent der Buden - auch für Schmied, Glasbläser, Gaukler und andere Historikgruppen gelten.

Bücherflohmarkt in der Stadtbibliothek

Der Martinsmarkt im Allgemeinen wie auch der historische Teil wird am Freitag (2. November) um 15 Uhr auf der Bühne offiziell eröffnet. Am Samstag (3. November) sind die festgelegten Marktzeiten von 10 bis 21 Uhr, am Sonntag (4. November) von 11 bis 20 Uhr. Erfahrungsgemäß haben viele Buden Freitag wie Samstag aber länger offen als bis 21 Uhr. Nicht fehlen werden Gäste aus Aubergenville und Mladá Boleslav, auch Buden der Prinzengarde und von Fastnachtsgruppen. Und selbstredend die Martinsgänse, die das Geschehen schnatternd zur Kenntnis nehmen werden.

Am Samstag findet zwischen 10 und 12 Uhr zudem ein Bücherflohmarkt in der Stadtbibliothek (Goethestraße) statt. Sonntags öffnen zwischen 13 und 18 Uhr die Dieburger Geschäfte und laden zum Feiertagsbummel ein. „Fast alle machen mit“, stellt Ostner heraus. Den Abschluss bildet am Sonntag um 20 Uhr das Martinsmarkt-Konzert in der Stadtpfarrkirche mit dem Dieburger Chor „Poco Loco“, „Audite Nova“ aus Frankfurt sowie dem Instrumental-Ensemble Frankfurt unter der Leitung von Dirigent Rodrigo Affonso.

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