Ein verdienstvoller Mann

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Wilhelm Schmitt mit Ehefrau Maria, eingerahmt von Ulrich Bausch (1. Vorsitzender des TV Dieburg) und Karin Ruf (Zweite Vorsitzende des TV Dieburg).

Dieburg ‐ Ein Mann voller Verdienste im Ehrenamt – das ist Wilhelm Schmitt wahrlich. Der 75-jährige Dieburger setzt sich seit Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Funktionen für das Gemeinwohl ein. Am vergangenen Samstag erhielt er im Rahmen des Vereinsehrenabends des TV Dieburg dafür die verdiente Auszeichnung: Landrat Klaus Peter Schellhaas überreichte Schmitt den Landesehrenbrief. Von Jens Dörr

Die strahlende Ehefrau Maria Schmitt wurde dabei ebenfalls nicht vergessen und erhielt die standesgemäßen Blumen. Ein normales DIN-A4-Blatt reicht nicht aus, um das umfangreiche Engagement von Wilhelm Schmitt für die Gesellschaft zu dokumentieren. Der Rentner aus der Albert-Lortzing-Straße, der heute nicht nur Vater zweier Söhne, sondern auch eines Enkelsohns ist, ist bereits seit 29 Jahren Mitglied im Turnverein Dieburg.

Auch bei Sängervereinigung, SPD und Gewerkschaft aktiv

Beim TV war er 24 Jahre Vorstandsmitglied, zehn Jahre Vorsitzender des Finanzausschusses und elf Jahre dort Mitglied und im Ehrenausschuss. 15 Jahre Leiter des Lauftreffs schlagen ebenso zu Buche wie sein Mitwirken bei der Anfängerbetreuung des TV. Für eine traditionsreiche Veranstaltung, die 2008 bereits ihr 25-jähriges Jubiläum feierte, zeichnet Schmitt ebenfalls verantwortlich: Er initiierte einst den über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Otzberglauf.

Bezogen auf seine Tätigkeiten beim Turnverein ist das dennoch nicht alles: Schmitt war von 1983 bis 1997 Leiter der Abteilung Freizeitsport, zu der Waldlauf, Radfahren und Wandern gehören. Bei mehreren Schlossgartenfesten war er Ausschussvorsitzender, wirkte zwischen 1988 und 1990 zudem an der Schaffung neuer Vorstandsstrukturen mit.

Als ob das, was Schmitt für Dieburgs größten Verein leistete, nicht bereits Zeit in Hülle und Fülle in Beschlag genommen hätte, engagierte sich der 75-Jährige auch bei der Freien Sängervereinigung, der SPD und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG). Bei SPD und DAG ist Schmitt seit 56 Jahren Mitglied, saß zudem von 1964 bis 1972 als Stadtverordneter im Dieburger Parlament. Zudem setzte er sich sechs Jahre lang als Schöffe beim Landgericht für die Menschen ein.

Auch noch Zeit für eigene sportliche Betätigung

Bei den Freien Sängern ist Schmitt gar noch vier Jahre länger Mitglied als bei SPD und DAG. 60 Jahre gehört er dem Verein mittlerweile an, singt dort aktiv mit. 30 Jahre im Vorstand prägten seine Freizeit, ob als Rechner, Revisor, Jugendvertreter, Ausschuss-Vorsitzender, Beisitzer oder als Zweiter Vorsitzender. Bei der Ausrichtung des Schlossgartenfests durch die Freie Sängervereinigung Dieburg zeichnete er dreimal für die Finanzen verantwortlich. Die höchste Auszeichnung des TV Dieburg, den Josef-Brand-Preis, erhielt Wilhelm Schmitt übrigens schon im Jahr 1985.

Zudem zieren ihn die Verdienstnadel in Bronze, Silber und Gold und Schmitt ist seit 2004 Ehrenvorstandsmitglied. Der Sportkreis Dieburg verlieh im bereits die Ehrenplakette in Silber und Gold, für bis zu 60 Jahre Mitgliedschaft ehrte ihn der Deutsche Sängerbund im Kreis. Kaum zu glauben, dass in Schmitts – zum Wohle anderer Menschen – proppenvollem Terminkalender auch noch Zeit blieb für die eigene sportliche Betätigung: Achtmal legte er das Deutsche Sportabzeichen in Gold ab und absolvierte in seinem Leben vier Marathon-Läufe.

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