Vor Verhandlung eingebrochen

Dieburg (eha) ‐ In der Nacht vor seiner Verhandlung vor dem Amtsgericht hat ein 30-jähriger Dieburger noch eins draufgesetzt: Der polizeibekannte Drogenabhängige ist in eine Privatschule in Dieburg eingebrochen, die er im Dezember schon einmal „aufgesucht“ hatte.

Die Polizei hat den Mann auf frischer Tat ertappt und so wurde er - auch noch wegen anderer aktueller Fälle - am Donnerstag wegen insgesamt neun schweren Einbrüchen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt.

Die Beamten waren dem Einbrecher gleich nach der Tag am Mittwochabend gegen 22.15 Uhr auf die Schliche gekommen. Zeugen hatten ihn beobachtet und die Polizei alarmiert. Er hatte ein Fenster aufgehebelt und aus einem Stahlschrank Schwefelstücke und eine Dose mit Kaliumbromat in seinen Rucksack gepackt. Was er damit anfangen wollte, konnte er den Beamten nicht erklären. Das Brecheisen hatte er am Tatort zurückgelassen. Er stand bei dem Einbruch vermutlich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Einbrecher gibt weitere Straftaten zu

Beamte der Dezentralen Ermittlungsgruppe in Dieburg konnten durch die Festnahme weitere Straftaten aufklären, unter anderem einen Einbruch im Dezember in die selbe Schule sowie Aufbrüche von Münz-Waschmaschinen in einem Mehrfamilienhaus. Auch diese Taten gab der 30-Jährige zu.

Bei der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Dieburg, wo er nur einige Stunden nach dem Einbruch zusammen mit drei weiteren Angeklagten hätte erscheinen sollen, ging es um einen Einbruch ins Hergershäuser Wasserwerk vom August 2009. Dabei war ein Tresor mit rund 5 000 Euro erbeutet worden. Ein Einbruch in einer Gärtnerei des Babenhäuser Ortsteils geht auch auf das Konto des Quartetts.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt bezog die bis dato unbekannten jetzt aber aufgeklärten Fälle sowie den Einbruch vom Mittwochabend in die laufende Anklage ein. Der Beschuldigte wurde deshalb am Donnerstag in neun Fällen verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare