Jupitersäule auf dem „Römerkreisel“ wird standesgemäß eingeweiht

Verweis auf das römische Erbe

Auch fast echte Römer kamen zur Einweihung: Trompeter Hagen Petzold und Christian O. Eidenschink. Foto: Dörr

Dieburg (jd) - „Wir, Freunde und Förderer des Museums, geben uns die Ehre, den Bürgern unserer Stadt diese dem besten und größten Jupiter geweihte Säule, eingedenk des römischen Erbes und in Erfüllung eines Versprechens, gern und freudig zu übergeben.

Möge sie unserer Stadt immer zur Zierde gereichen. “ Diese – hier bereits übersetzten - Worte aus dem Mund von Klaus Rüth, Vorsitzender des Vereins Freunde und Förderer Museum Schloss Fechenbach Dieburg, verlauteten zunächst auf Latein.

Da sich die Kenntnisse dieser Sprache in der breiten Bevölkerung heutzutage aber in Grenzen halten und nicht jeder Jurist wie Rüth ist, folgten die beiden Sätze selbstverständlich noch einmal auf Deutsch. Mit großem Stolz hatten kurz zuvor Rüth, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Manfred Nessler (Sparkasse Dieburg/Lions Club Groß-Umstadt) sowie Bildhauer Richard Löbig das zukünftig im Volksmund Jupitersäule genannte Kunstwerk enthüllt.

Die Säule stand zuvor bereits auf dem „Römerkreisel“, ist nun aber erst sichtbar. Die Passanten zu Fuß verdrehten sich am Samstagvormittag die Hälse, ebenso die kreiselnden Motorisierten. Mehr als 100 Zuschauer und Mitwirkende verfolgten den offiziellen Abschluss der Arbeiten am „Römerkreisel“.

Der ist nun – im Gegensatz zu anderen Dieburger Kreiseln – nicht von Nüchternheit geprägt, sondern von dem klaren Verweis auf die römische Vergangenheit der Stadt. Die Nachbildung des im Museum Schloss Fechenbach ausgestellten Dieburger Funds krönt das Werk, das die Stadt und der Lions-Club Groß-Umstadt mit der Gestaltung des Kreisverkehrs zuvor begonnen hatten.

Die aus vier Teilen bestehende Jupitersäule, 3,30 Meter hoch (inklusive Podest und weiterem Sockel) ist 1 200 Kilogramm schwer und etwas größer als das Original. Zwei Monate lang hatte Künstler Löbig in einer Werkstatt in der Fabrikstraße daran gearbeitet, beauftragt vom Verein (der DA berichtete).

Einen kleinen Schönheitsfehler hatte die Einweihung am Samstag eingangs nur, weil Trompeter Hagen Petzold auf sich warten ließ. „Er steht vielleicht vor’m Bahnübergang“, lautete nur einer der Zurufe, als dem Zeit schindenden Werner Thomas „so langsam das Thema ausging“.

Dann jedoch kam Petzold, gekleidet in Römerkluft, und blies und huldigte Jupiter, flankiert vom ebenso stilecht wirkenden Römer Christian O. Eidenschink.

Dazwischen lag die Zeit der Dankesreden – und der Übergabe eines Schecks in Höhe von 2 500 Euro durch die Sparkasse Dieburg in Person von Christian Markert an Rüths Verein.

Neßler erinnerte für den Lions-Club daran, dass es seinen Mitstreitern und ihm insbesondere um das „bürgerschaftliche Engagement“ bei der Pflanzaktion am Kreisel gegangen sei.

Auch die tolle Unterstützung durch den Dieburger Bauhof, am Samstag vertreten durch Leiter Manfred Witzel, schloss Neßler zusammen mit mehreren Sponsoren in seine Dankesrede ein.

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