Viel Interesse an Immobilien als Geldanlage

Nachfrage treibt Preise

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Ausgebucht ist das Neubaugebiet „Campus“ in Dieburg: Hier entstehen Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen.  

Dieburg - In Zeiten niedriger Kapitalmarkt- und Hypothekenzinsenzinsen gewinnt der Immobilienmarkt in der Volkswirtschaft zunehmend an Bedeutung. Von Lisa Hager 

Der vom Amt für Bodenmanagement Heppenheim (AfB) veröffentlichte Immobilienmarktbericht 2014 zeigt auch für den Raum Dieburg steigende Preise. Jährlich veröffentlicht der Gutachterausschuss des AfB seine Übersicht. Danach war vergleichsweise ein Einfamilienhaus in Dieburg (Baujahr 1980) mit einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern auf einem 600 Quadratmeter großen Grundstück im Jahr 2010 noch für durchschnittlich 293.000 Euro zu erwerben. 2012 mussten Kaufinteressenten für eine vergleichbare Immobilie schon durchschnittlich 330.000 Euro zahlen. Dies entspricht einer Preissteigerung innerhalb von drei Jahren von fast 13 Prozent. In Groß-Zimmern liegen die Preise und auch die Steigerungen etwas niedriger. War dort ein vergleichbares Einfamilienhaus im Jahr 2010 noch für durchschnittlich 259.000 Euro zu erwerben, mussten Kaufinteressenten für eine solche Immobilie im Jahr 2012 durchschnittlich 289.000 Euro zahlen. Hier liegt die Preissteigerung in drei Jahren bei knapp zwölf Prozent.

Die Wohnraummieten sind in der Region im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau. So wurde eine durchschnittlich ausgestattete Wohnung, mit 80 Quadratmetern Wohnfläche (Baujahr 1990) in Dieburg im Mittel für 7,35 Euro pro Quadratmeter vermietet. Im benachbarten Münster war eine vergleichbare Wohnung bereits für durchschnittlich 7,10 Euro pro Quadratmeter zu haben. In Groß-Zimmern musste der Mieter im Schnitt 6,90 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Im benachbarten Spachbrücken war eine vergleichbare Wohnung bereits für durchschnittlich 6,40 Euro pro Quadratmeter zu mieten. Im südhessischen Raum wurden mit rund 12.800 Immobilientransaktionen (ohne die Städte Darmstadt und Offenbach) rund 16 Prozent weniger Kaufverträge registriert wie noch im Jahr zuvor. Der Geldumsatz belief sich in der Summe auf 2,53 Milliarden Euro. Nachdem in den Jahren 2010 bis 2012 ein stetiger Anstieg von Immobiliengeschäften zu verzeichnen war, ergab sich für das Jahr 2013 somit erstmals eine rückläufige Tendenz. Die Ursache hierfür war unter anderem eine deutlich erkennbare Verlagerung von Immobilienkäufen in das Jahr 2012, was mit der Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum Jahr 2013 zusammenhing.

Ferienspiele in Dieburg

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Die Nachfrage nach Immobilien ist auch im laufenden Geschäftsjahr auf einem konstant hohen Niveau. Der hohen Nachfrage steht ein abgeschwächtes Angebot an werthaltigen Immobilien gegenüber. Dies führt zwangsläufig zu Preissteigerungen. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen des Immobilienmarktberichts. Der von der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse beim Amt für Bodenmanagement Heppenheim (AfB) veröffentlichte Immobilienmarktbericht 2014 stellt Grundlagen und Detailinformationen für alle Marktteilnehmer der Immobilien- und Wohnungswirtschaft bereit. Er ermöglicht eine Orientierung im Preisgefüge, zeigt Vergleiche auf und erfüllt die gesetzliche Forderung nach einem transparenten Immobilienmarkt. Weitere Informationen zur Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) und den Gutachterausschüssen in Heppenheim erhalten Interessierte im Internet.

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