Vatertag: Landrat begleitet die Musikanten / Teure Fotos und „weißes Gold“

Viele feiern, manche schuften

Auf Dieburgs Feldern ging die Spargelernte auch am Feiertag weiter. Die Landwirte hoffen jetzt auf mehr Wärme für die nächste Zeit.

Dieburg - Die Lösung scheint klar: Es braucht mehr Feiertage! Denn in Dieburg sind die in diesem Jahr ein Garant für blauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein. Am Vatertag (Christi Himmelfahrt) am Donnerstag erklomm das Quecksilber zwar nicht die Temperaturen des 1. Von Jens Dörr

Mai - für einen Trip ins Freie reichten sie dennoch aus.

Etwas skeptisch bei der Kleiderwahl waren zwar noch einige der Dieburger Musikanten bei ihrer traditionellen Vatertags-Tour - auf die Jacke verzichteten nur wenige. Etwas luftiger war immerhin schon Landrat Klaus Peter Schellhaas mit seinem Sakko angezogen - erstmals lief „Pit“ bei den nicht mehr musizierenden Musikanten mit und war mit den meisten auf Du und Du. Schon um 9 Uhr am Morgen startete die Truppe mit einem zünftigen Speck-und-Eier-Frühstück in der „Stadtwache“, besuchte auf ihrer Tour neben Privatleuten auch die „Alte Backstubb“ und die „Stoawäjer Stubb“.

Dort gab es für einen der Obermusikanten eine Überraschung: Jürgen Schaarvogel, der am Vatertag seinen 64. Geburtstag feierte, wurde mit einer Torte und einem Bobbycar überrascht. Eine eigentlich geplante, andere motorsportliche Überraschung hatte kurzfristig verlegt werden müssen. Die Tour führte die Dieburger Musikanten auch durch Feld westlich von Dieburg und schließlich zurück zum Abschluss auf dem Marktplatz.

Nur wenig Trubel herrschte unterdessen im Freibad. Für dessen Nutzung war es der Masse wohl schlicht zu kühl. Auch die Heerscharen an Grill-Fans suchte man am „Spießfeld“ diesmal vergebens. Mehr war da schon beim Trio Romantica im Außenbereich des „Club Biergarten“ los. Angebote mit Verköstigung vom Grill hatten auch die ASV Dieburg am Vereinsheim auf der Leer und die Naturfreunde auf der Moret gemacht. Wer sich weiterbilden wollte, suchte die Ausstellung „675 Jahre Heilen und Pflegen“ im Museum Schloss Fechenbach auf.

Den ein oder anderen Dieburger zog es auch ans Münsterer Freizeitzentrum, wo das Waldfest eine der größeren Vatertags-Veranstaltungen in der Region darstellte.

Für einige war Christi Himmelfahrt derweil ein ganz normaler Arbeitstag. Auf der Nebenstrecke von Darmstadt nach Dieburg offerierte die Polizei einige hundert Meter vor dem Dieburger Ortsschild in einer 70er-Zone teure Fotos.

Auf den Dieburger Feldern des Eschollbrücker Betriebs Hofmann Spargelanbau ernteten Dutzende Helfer „weißes Gold“. Von den rund 100 Hektar, auf denen das hessische Unternehmen Spargel anbaut, befinden sich rund 50 vor den Toren Dieburgs. Mit 97 Hektar Anbaufläche dominiert dabei der weiße Spargel, nur drei Hektar nimmt der grüne ein, der oberirdisch wächst.

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