17 Frisöre schließen an der LGS mit dem zweiten Teil der Gesellenprüfung ihre Ausbildung ab

Viele setzen den Meister drauf

Susann Werle vom „Hair & Beauty Haus“ in Lengfeld widmete sich bei den Abschlussprüfungen der pflegenden Kosmetik.

Dieburg - . Schnipp, schnapp - Haare ab: Alleine damit kommen die Frisörgesellen der Dieburger Landrat-Gruber-Schule nicht besonders weit. Von Jens Dörr

Beim zweiten Teil der Gesellenprüfung in Theorie und Praxis, die das Ende ihrer Ausbildung markiert, galt es für insgesamt 17 - fast ausschließlich weibliche - Nachwuchs-Figaros, deutlich erweiterte Facetten ihres Handwerks fachgerecht umzusetzen.

Abend-Make-up am frühen Morgen

Susann Werle vom „Hair & Beauty Haus“ in Lengfeld widmete sich bei den Abschlussprüfungen beispielsweise der Pflegenden Kosmetik. Dazu gehörten eine Reinigungsmassage, eine Gesichtsmassage und ein Make-Up für den Abend. Was ihrem Modell gefiel - auch wenn es ankündigte, sich später wieder abzuschminken, da es noch lange bis zum Abend hin sei. 90 Minuten dauerte Werles Einsatz, mit dem Ergebnis zeigte sie sich wie ihr Modell zufrieden. Und blickte schon mal nach vorne: Ab Januar geht sie nach Frankfurt in die Meisterschule, investiert dort drei Monate in Vollzeit für die nächste Stufe der Qualifizierung.

Dasselbe hat Nicole Vogel vom „Salon Größer“ in Georgenhausen vor: Sie geht ebenfalls auf die Meisterschule nach Frankfurt, nachdem sie nun ihre dreijährige Ausbildung abgeschlossen hat. „Ich mache das lieber gleich im Anschluss an die Gesellenprüfung statt später zwischendrin“, sagte sie während der Prüfung und gab im selben Moment ihrer Hochsteckfrisur am ebenfalls einverstandenen Modell den letzten Schliff.

Anders wird sich die nähere Zukunft von Ex-Azubi Franciska Faupel gestalten, die im Dieburger „Haarstudio Dollheimer“ arbeitet. Dort bekommt sie eine dreijährige Festanstellung, sagte sie und strahlte dabei übers Gesicht. „Ich bin vollkommen zufrieden dort“, fand sie für ihren Arbeitgeber ausschließlich die besten Worte.

Nagelmodellage als Wahlfach

Faupel modellierte ihrer Schwester Larissa die Nägel - eins der Wahlfächer, in denen die Gesellinnen ihre Fähigkeiten in der Praxis vor dem Prüfungsausschuss demonstrierten. Außer der Theorieprüfung galt es außerdem, ein Beratungsgespräch mit dem Kunden - ihrem Modell, mit dem die Gesellinnen zuvor geübt hatten - durchzuführen. Erst dann ging es an die Praxis, wo unter anderem ein Damenhaarschnitt und eine Fönfrisur am Damenmodell auf der To-do-Liste standen.

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