Plan B und Plan C in Schublade

Triathlon: Zieleinlauf am Trapezteich?

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Im vergangenen Jahren kamen die Teilnehmer des Dieburger Triathlons auf dem städtischen Sportplatz ins Ziel, dessen Laufbahn mit Gras bewachsen und in erbärmlichem Zustand war. 2017 könnte der Zieleinlauf verlegt werden.

Dieburg - Triathlon in Dieburg – am 28. Mai ist es wieder soweit. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die renommierte Veranstaltung ist Teil einer Dreierserie. Von Jens Dörr 

Persönlich läuft es für Henning Müller, Veranstalter des „10 Freunde Team Triathlons Dieburg“, aktuell richtig gut: Derzeit läuft jene Übergabe, die ihn als Nachfolger von Dieter Bremer zum neuen Streckenchef des „Frankfurt-Marathons“, wo sich Müller bereits seit einigen Jahren organisatorisch einbringt, macht. Eine Spitzenaufgabe im Ausdauersport, schließlich handelt es sich beim Rennen Ende Oktober um einen der größten Volksläufe deutschlandweit und den größten (vom eher wohltätigkeitsorientierten J.-P.-Morgan-Firmenlauf in Frankfurt einmal abgesehen) in Hessen. Doch auch mit seinem eigenen „Baby“ in Dieburg hat der 31-Jährige aus Maintal in diesem Jahr wieder viel vor: Am 28. Mai steigt der Wettkampf mit seinen zuletzt rund 1200 Teilnehmern zum insgesamt sechsten Mal und zum zweiten Mal unter Müllers Leitung. Auf die Athleten könnte dabei ein neuer Zieleinlauf zukommen. Neu ist zudem ein Angebot für Kinder und Jugendliche.

Fest steht schon jetzt: Dieburgs größte Sportveranstaltung und eins der größten Rennen Hessens wird am 28. Mai erneut mit den ersten Schwimmstarts um 9 Uhr beginnen. Erneut stürzen sich dann Zehnerteams, in denen jeder Triathlet auch in die Einzelwertungen kommt, zunächst für 400 Meter Schwimmen ins große Becken des Ludwig-Steinmetz-Freibads, ehe 18 Kilometer auf dem Rad auf einer Wendepunktstrecke zwischen Freibad, Polizeistation und Klein-Zimmern absolviert werden müssen. Hinzu kommen die abschließenden vier Kilometer Laufen im Dieburger Schlossgarten. Wo genau die Sportler aber ins Ziel kommen, sich die Sponsoren präsentieren und Müllers Agentur „sportwärts“ die noble Team-Lounge aufbauen werden, ist noch eine der großen offenen Fragen. Im vergangenen Jahr befand sich das Ziel auf dem städtischen Sportplatz am Schlossgarten. „Der soll bis Anfang Mai saniert werden”, sagt Müller. Klappt das wie vorgenommen, könnte er die Triathleten dort erneut ankommen lassen. Allerdings hat er auch schon einen Plan B und sogar C parat: Sollte der Sportplatz Ende Mai noch nicht nutzbar sein, könne er sich entweder eine Verlegung des Ziels ins Freibad hinein vorstellen, womit Start und Ziel direkt nebeneinander lägen. Oder aber – was für Müller einen besonderen Reiz zu haben scheint – eine Verlegung an den Trapezteich: „Wenn man über die Allee auf ihn zu- und ins Ziel läuft, hat das schon was”, malt es sich Müller aus. Ohnehin ist er ganz angetan vom Ambiente in Dieburg, lobt auch die immer besser eingespielte Zusammenarbeit mit Bürgermeister Werner Thomas, dem Freibad, dem Ordnungsamt, dem Kulturamt sowie nicht zuletzt dem Magistrat, der mit einer Fortgenehmigung vor einigen Wochen die Bahn für die nähere Zukunft des Dieburgers Triathlons freigemacht hat.

Gewinner und Verlierer des Sportjahres 2016

Neu sein werden auch eine optimierte Zeitmessung – hier hatte es im Vorjahr in mehreren Startgruppen Probleme gegeben – und der größere Abstand zwischen den einzelnen Startgruppen im Freibad, der nun 20 statt 15 Minuten beträgt. Somit schaffen es auch die langsamsten Schwimmer, die acht Bahnen zu bewältigen, ehe die nächsten Teams ins Wasser gehen. Ausgetragen wird der Wettbewerb wieder in den vier Kategorien „Inselgötter” (sportlich ambitionierte Teams), „Drehstuhlpiraten” (Firmenteams), „Traumtänzer” (gemischte Teams aller Art) und „Frauen an die Macht” (reine Frauenteams). In allen Kategorien müssen Teilnehmer mindestens 16 Jahre alt sein. Aber es gibt in diesem Jahr erstmals auch ein Angebot für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 16 Jahren. Unter dem Namen „FitKid Charity Lauf” bietet Müller in Dieburg zusammen mit Roger Hallstein, dem Erfinder des Konzepts, dem Nachwuchs die Chance, ohne Leistungsdruck erste Wettkampfluft zu schnuppern. Die Teilnahme ist gratis, die Teilnehmerzahl auf 250 Kinder und Jugendliche begrenzt. Als Technischer Leiter und wichtigster lokaler Ansprechpartner neben Henning Müller fungiert beim Dieburger Triathlon auch in diesem Jahr wieder der Hergershäuser Jürgen Sauerwein.

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