Wahl in Dieburg

Wahlverlierer FDP – CDU, SPD legen zu

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Run aufs Wahllokal: Hier vorm Rathausbrunnen gab es noch mal ein Schaulaufen der Kandidaten.

Dieburg - Vor vier Jahren gelang der FDP die Sensation in Dieburg: Sie legte bei den Bundestagswahlen um sechs Prozent auf 18,6 zu. Von Lisa Hager

Wer hoch fliegt, fällt tief – gestern Abend der Absturz auf allen Ebenen: Noch deutlicher als im Bundestrend verliert die FDP in Dieburg 13 Prozent und landet bei 5,6 Prozent. Die großen Parteien profitieren auch in Dieburg: Die CDU legt um 7,7 Prozentpunkte zu und kommt auf 42,9 Prozent. Die SPD kann sich auch freuen: Sie verbessert ihr Ergebnis von 2009 um 3,6 auf 24,4 Prozent.

Nicht zufrieden können die Grünen auf ihre Wahlergebnis schauen: Sie verlieren 2,3 Prozentpunkte und landen bei 11,4 Prozent. Allerdings halten sie sich in Dieburg immer noch besser als im Bundesdurchschnitt. Die Linke gehört auch zu den Verlierern: Sie fällt von 6,5 auf 5,3 Prozent. Neben den Zuwächsen für die großen Volksparteien haben AfD (neu angetreten) und Piraten vom gestrigen Sonntag profitiert: Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) erzielt in Dieburg einen Einstandserfolg von 4,9 Prozent (allerdings etwas weniger als im Bundesdurchschnitt). Die Piraten verbessern ihr Ergebnis von 2009 um 0,7 auf 3,4 Prozent.

Diese Politiker treten vorerst aus dem Rampenlicht

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Über alle politischen Richtungen hinweg kann man mit der Wahlbeteiligung in Dieburg sehr zufrieden sein: Sie hält sich mit 78,3 Prozent (ähnlich wie 2009) auf hohem Niveau. Das hat sicher auch das seit langem ersehnte trockene Herbstwetter begünstigt. Schon in den sonnigen Morgen- und Mittagsstunden strömten die Dieburger zu Fuß oder per Rad zu den Wahllokalen. „Viele haben uns auch erzählt, dass sie danach unbedingt noch ins Grüne wollen“, berichtete Rudolf Kipp, stellvertretender Wahlleiter im Museum. In seinem Bezirk 3 hatten bis 16.30 Uhr schon 800 der 1300 Wahlberechtigten (davon hatten 300 Briefwahl beantragt) ihre Stimme abgegeben.

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