Warmherzig und quirlig

Zeig' mal, ob das passt: Annegret Schnitzke-Haas (links) puzzelt sich das Abschiedsgeschenk des Lehrerkollegiums zusammen.

Dieburg ‐ Zu Ferienbeginn verabschieden sich nicht nur viele Schüler von ihrer „Penne“, sondern auch so manche Lehrer. Für die 63-jährige Goetheschulleiterin Annegret Schnitzke-Haas bricht mit der Altersteilzeit ein neuer Lebensabschnitt an. Von Elisabeth Hager

Schulamtsdirektor Dieter Eitel übernahm bei der Abschiedsfeier den offiziellen Part. Er erinnerte daran, dass sich Schnitzke-Haas während all ihrer Dienstjahre - davon war sie 26 Jahre als Schulleiterin tätig - ständig weitergebildet habe. Die geborene Gummersbacherin hat bis zuletzt selbst noch Deutschunterricht erteilt, den Kontakt zu ihren Schülern inmitten der Verwaltungsarbeiten nicht verloren.

„Schön war die Zeit“, stimmte der Lehrerchor für die Vollblut-Pädagogin an, bevor es an weitere Rückblicke - auch in Videoform - ging. Dass die Atmosphäre im Kollegium stimmte, bewies die Überraschung der Lehrer für ihre zierliche, quirlige Chefin. Aus Puzzlestücken musste sie sich ihr Geschenk selbst basteln: Heraus kam das Bild eines Hotels in Bacharach, in dem sie mit ihrem Mann einen literarischen Abend erleben darf.

„Seelenmosaike unserer Kinder bereichert"

Ein weiteres Abschiedsgeschenk überreichte Schulelternbeiratsvorsitzende Beate Stubba: Elternvertreter aller Klassen und Mitglieder des Fördervereins hatten gemeinsam ein Glasmosaik für den Garten von Schnitzke-Haas gestaltet. „In den vergangenen 13 Jahren haben Sie auch die Seelenmosaike unserer Kinder mit vielen glitzernden Steinchen bereichert“, lobte Stubba die Warmherzigkeit der Schulleiterin.

In ihrem Haus in Groß-Umstadt warten jetzt ihr Mann und drei Kater auf Schnitzke-Haas. „Und ein großer Garten, für den hatte ich immer zu wenig Zeit“, fügte sie hinzu. Dort kann jetzt die Sonne das Glasmosaik zum Leuchten bringen.

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