Wendelinusfest hält die Kapelle strahlend jung

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Prägten und prägen den OWK und stießen mit Klosterbier an (v. l.): Klaus Jürgen Scholz, Horst Ludwig und Werner Bauer.

Dieburg (jd) ‐  „Ich hab' immer gesagt, wenn es einen Parkplatz gibt, machen wir ein Fest zum Erhalt der Kapelle“, sagt Horst Ludwig und lässt sich das Klosterbier schmecken. Wobei Ludwig, der 24 Jahre lang Vorsitzender des OWK war und 1964 eintrat, erklärt: „Meine Frau war die Initiatorin.“

Gemeint ist das Wendelinusfest, gemeint ist zudem Ilse Ludwig. Sie ist natürlich wieder dabei auf dem Parkplatz zwischen Kloster und Kapelle, den es seit 32 Jahren gibt. „Der war noch gar nicht richtig fertig, da haben wir schon das erste Fest drauf gefeiert“, erinnert sich ihr Mann, der inzwischen Ehrenvorsitzender ist. Nicht nur zum eigenen Amüsement, sondern auch wegen des guten Zwecks: Ein Teil der Einnahmen floss von Beginn des Wendelinusfests an in den Erhalt der Kapelle. „Früher oder später wäre es sonst zu deren Abriss gekommen, deshalb haben wir uns darum gekümmert“, sagt Ilse Ludwig.

Zoth: Ungenutzter Klostergarten „brachliegendes Potenzial“

Nicht nur finanziell leistet der OWK das mit seinem Fest, auch durch seine Arbeit das ganze Jahr über: Das gilt sowohl für den Blumendienst am Brunnen als auch fürs Großreinemachen in der Kapelle, das zweimal jährlich - zur Wallfahrt und zum Wendelinusfest - stattfindet. Und auch für den Klostergarten hinter der Mauer, wie Franz Zoth, heute der erste Mann beim OWK, bei einem Rundgang erläutert: Aus einem Teil des Gartens, für den einer der Kapuzinermönche zuständig ist, soll ein Franziskusgarten werden. Als „brachliegendes Potenzial“ bezeichnet Zoth das ungenutzte Areal im Klostergarten, der viele durch seine Größe überrascht und deshalb Helfer gern gesehen sind. Stadtverordneter Dr. Harald Schöning schenkte dem OWK auch prompt einen Arbeitseinsatz. „Wir nehmen ihn beim Wort“, so Zoth.

Auch vom mäßigen Wetter ließen sich die Besucher des Fests, das laut Ilse und Horst Ludwig über die Jahre immer größer wurde und stets mit etwas Neuem aufwartete, die gute Laune nicht verderben. Samstag wie Sonntag gab es Leckeres von Grill und eine Kuchentheke, dazu Klosterbier. Kinderschminken und Hüpfburg standen ebenso auf dem Programm wie Auftritte von Sängerlust und Fanfarenzug Dieburg.

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