Werwölfe und die Muppets zum Finale

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Die Betreuer der Ferienspiele begrüßten die Anwesenden mit einem flotten Tanz zu „Von allein“ von „Culcha Candela“. 

Dieburg - „Los, alle Betreuer auf die Bühne!“ Die Abschlussfeier der diesjährigen Ferienspiele im Jugendcafe begann mit einer Aufforderung zum Tanzen. Von Fabian Sell

Für 14 Gruppen und insgesamt 220 Kinder hatten sich die Betreuer unterschiedliche Aktivitäten überlegt – waren etwa im Schwimmbad, am Felsenmeer im Odenwald oder bei den Pfadfindern. Nun begleiteten die Blicke der dicht gedrängt stehenden Kinder und Eltern den „Betreuertanz“ im Garten des Jugendcafes.

Doch nicht nur die Betreuer tanzten, auch die Kinder tanzten gruppenweise zu Liedern wie „Macarena“ oder „Gangnam Style“. Die Gruppe der „Quietsche-Entchen“ indes präsentierte das Theaterstück „Werwölfe aus dem Düsterwald“ und die „Muppets“ zeigten eine MuppetShow.

Dass es überhaupt eine Abschlussfeier gibt, finden die beiden jungen Teilnehmer Max und Eric gut: „Es ist schön, die anderen zu sehen.“ Schon zum fünften Mal waren die beiden Elfjährigen dabei. „Es ist jedes Mal interessant, weil du jedes Mal älter wirst und dann gibt es immer ein anderes Programm“, sagt Eric.

„Kinder mal selbst etwas machen lassen“

Auch dieses Jahr fand er es „voll cool“. Max gefielen vor allem die Fahrradtouren: „Wir sind zum Oberwaldhaus, zum Modelflugplatz und zum Schwimmbad mit dem Fahrrad gefahren.“ Das tollste Erlebnis war für die beiden Elfjährigen jedoch der Ausflug nach Aschaffenburg. „Dort hatten sie die Aufgabe, sich besonders verrückte Bilder auszudenken“, erklärt Betreuer Christopher Nonn. Und Eric nennt ein Beispiel: „Wir lagen im Kreis und haben die Beine ausgestreckt. Chris hat uns von einer Brücke aus fotografiert. Das sah dann aus wie ein Stern.“ Dergleichen war auch die Absicht des Ausfluges. „Wir wollten, die Kinder mal selbst etwas machen lassen“, sagt Nonn.

Angebote von Vereinen wichtiger Bestandteil

Viel Bewegung gab es beim Theaterstück „Werwölfe aus dem Düsterwald“.

Die Betreuer, erklärt Stadtjugendpfleger Paul Huttarsch, seien etwa Abiturienten oder Studenten aus der Region. Überdies beteiligten sich zehn Betreuer aus der tschechischen Partnerstadt Mladá Boleslav. Um alle Betreuer auf die Arbeit vorzubereiten, gebe es Treffen und ein Vorbereitungswochenende.

Jedes Betreuerteam arbeite dann ein Programm für eine Gruppe aus. „Das Programm steht und fällt damit, wie engagiert und kreativ die Betreuer sind“, erklärt Huttarsch. Auch die Angebote von Vereinen sind ein wichtiger Bestandteil der Ferienspiele. In diesem Jahr seien es mit 18 Vereinen überdurchschnittlich viele gewesen, freut sich der Stadtjugendpfleger.

Auch für die Arbeit der Betreuer, die die sechs bis zwölfjährigen Kinder zwei Wochen lang begleiteten, sprach Huttarsch ein „dickes Lob“ aus.

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