Äla-Uffweck-Owend beim KVD

Spitzenleistung bei närrischem „Wetten dass“

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Beim Äla-Uffweck-Owend des Karnevalvereins galt es am Samstag, sechs Wettaufgaben zu meistern. „Heile, heile Gänschen“ sang die versammelte Ärzteschaft bei der ersten Wette des Äla-Uffweck-Owends des KVD.

Dieburg - „Heile, heile Gänschen“ als Hymne der Ärzteschaft? Auf jeden Fall hatten am Samstag die Ärztevertreter beim Singen des Liedes nicht nur stimmlich einige Schwierigkeiten, sondern auch textlich. Von Ulrike Bernauer

Den Refrain brachten die Herren, die normalerweise den weißen Kittel tragen, aber flüssig über die Stimmbänder. Dennoch wünschte sich so mancher im Saal, dass die Ärzte in ihrem Job besser sind, als bei ihrem Gesang. Sechs Wetten, die von verschiedenen Fastnachtgruppen gewonnen werden mussten, standen beim Äla-Uffweck-Owend des KVD auf dem Programm. Der Auftritt der Mediziner war die erste Wette, die die Fastnachtsgruppen Bleschohrn und Trottwaklobber erfüllen mussten.

Die Dieburger Narren, die am Samstagabend zu der ungewöhnlichen „Wetten, dass…“-Sendung ins Zeughaus gekommen waren, waren begeistert von dem Auftritt. Die versammelte Ärzteschaft musste nicht nur das Kinderlied singen, sondern zur Erfüllung einer Wette auch noch als Krankenschwestern verkleidet auf die Bühne kommen. Das erfüllten die Doktoren auf ganz unterschiedliche Weise, an Perücken hatten Bleschohrn und Trottwaklobber offensichtlich alles aus ihrem Fundus zusammengetragen. Da stand kopfbedeckungsmäßig das blonde Gift neben Pippi Langstrumpf auf der Bühne. Als Schwesternhäubchen dienten umfunktionierte Tortenunterleger.

Das war den beiden Fastnachtsgruppen aber egal, Hauptsache, sie konnten ihre Wette erfüllen. Am Freitagabend hatten sie ihre Aufgabe bekommen, „11 Ärzte als Krankenschwester verkleidet und geschminkt auf die Bühne zu bekommen, die ,Heile, heile Gänschen’ singen.“ Zum Schluss standen 13 Ärzte auf der Bühne, aber es war wohl nicht so einfach gewesen, die Ärzte zu dem Auftritt zu bringen. „Es war schwierig, die privaten Nummern heraus zu bekommen“, sagt Bianca Fath von den Bleschohrn. Und so mancher Arzt wollte ordentlich überredet sein. So kam es auch, dass nicht nur Mediziner aus Dieburg und einer aus dem St. Rochus Krankenhaus ihre Schritte ins Zeughaus gelenkt hatten, manche waren aus Reinheim, Groß-Zimmern oder Groß-Umstadt, herbeigeeilt. Insgesamt sechs Wetten konnten die Dieburger Narren am Samstag erleben. Sie waren alle nicht leicht zu erfüllen, aber letztendlich konnten die KVD-Moderatoren Jürgen Schaarvogel und Wolfgang Dörr bei allen Wetten verkünden: „Das war Spitze“. Da mussten 11 Stadtverordnete als Teufel verkleidet auf die Bühne kommen, um dann „wir sind alle kleine Sünderlein“ anzustimmen. Nicht singen mussten 13 ehemalige Tänzerinnen des Hofballets und sechs ehemalige Heihupper. Dafür mussten sie gemeinsam eine Choreographie von mindestens zwei Minuten vorführen.

Auch die letzte Wette, die die Fastnachtsgruppen Wäkebb und Krebbelschnude vor eine auf den ersten Blick sehr schwierige Aufgabe stellte, wurde grandios gelöst. Statt 11 Zimmerner Kerbborschte aus dem aktuellen Jahrgang, 11 Kerbborschte aus dem Jahrgang des 25-jährigen Jubiläums und mindestens einem aus dem 50-jährigen Jubiläumsjahrgang kamen weit über 50 Zimmerner Kerbborschte als Clowns auf die Bühne. Singen mussten sie „Dibborsch, Dibborsch über alles“, was manchem sichtlich schwer fiel. Belohnt wurden die Zimmerner aber dann auch. Nach riesigem Applaus für die Clowns aus der Nachbarkommune sang der ganze Saal voll mit Dieburger Narren die Zimmerner Nationalhymne. Da wurde es den Kerbborschte doch sichtbar wohler und sie waren mit ihrem Auftritt mehr als versöhnt.

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