Parlament geschlossen für Wiedereinführung des alten Kreis-Autokennzeichens

Wieder „DI“ an der Stoßstange?

CDU-Stadtverordneter Godehard Hagn untermauerte seine „Pro DI“-Rede mit dem entsprechenden Kfz-Kennzeichen. Foto: Hager

Dieburg - Fahren durch Dieburgs Straßen bald wieder Autos mit dem nostalgischen „DI“-Kennzeichen? Das soll nach dem Willen der Stadtverordneten keine bloße Zukunftsmusik bleiben, sondern Realität werden. Von Lisa Hager

Das Parlament hat den Magistrat beauftragt, sich für die Wiedereinführung des alten Kennzeichens einzusetzen.

Bei nur vier Enthaltungen fiel das Votum „Pro DI“ sehr eindeutig aus. Damit schlossen sich die Stadtverordneten dem Antrag der CDU an, die mit ihrem Sprecher Godehard Hagn für das alte Kennzeichen plädierte. Das „DI“ im Autoschild könne die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat fördern, heißt es im Antrag. Zudem werde der Stadt mit dieser Präsentation ein „interessantes Marketinginstrument zur Außenwerbung“ an die Hand gegeben.

Seit der hessischen Gebietsreform im Jahr 1977 hatten die Zulassungsstellen des Altkreises Dieburg nur noch das „DA“-Kennzeichen vergeben. „Durch die unglückliche Kresigebietsreform verursacht wurde unserer schönen Stadt leider ein nicht unwesentliches Stück ihrer Identität genommen“, kommentierte Hagn diesen Fakt. Er selbst erinnerte sich - er war damals 13 Jahre alt - als ihm in der Kettelerstraße ein Auto mit dem „unnatürlichen Kennzeichen DA“ entgegengekommen sei. „Seit damals fand und finde ich es bis heute nicht angebracht, gewachsene Strukturen zu verändern“, so der CDU-Sprecher.

Einige Dieburger fuhren damals ihre Autos aus Nostalgiegründen extra lange, um das geliebte „DI“-Schild behalten zu können.

Bei einer bundesweiten Umfrage der Heilbronner Initiative Kennzeichenliberalisierung im Mai diesen Jahres (wir berichteten) hatte sich in Dieburg eine überwältigende Mehrheit für die Wiedereinführung des „DI“ - sei es auch als Wunschkennzeichen - ausgesprochen.

Quelle: op-online.de

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