Haxnknacker feiern Sommerfest

„Wiesn“ vor dem Schloss

+
Wie auf dem Oktoberfest – nur viel gemütlicher und familiärer – ging es beim Sommerfest der Haxnknacker am Sonntag zu.

Dieburg - Die bayerischen „Wiesn“ haben die Haxnknacker  nach Dieburg geholt. Am Pfingst-Wochenenende kamen so viele Besucher in den Fechenbach-Park, dass zweitweise sogar alle Gläser und Krüge ausgegeben waren. Von Jens Dörr

Zur Premiere im vergangenen Jahr kamen geschätzte 1 000 Besucher, quantifiziert an der Zahl der verkauften Essen. Am Sonntag des Pfingst-Wochenendes 2013 waren es sogar noch etwas mehr: Das „Bayrische Sommerfest“ der Haxnknacker im Fechenbach-Park geriet auch bei seiner zweiten Auflage zum „vollen Erfolg“. So lautet das Resümee von Jeanette Harder-Bertaloth, der Ersten Vorsitzenden des aktuell 209 Mitglieder zählenden Dieburger Vereins.

An Harder-Bertaloths positiver Bilanz änderte auch der große Regen, der gegen 18 Uhr einsetzte, wenig. Bis dahin hatten die Haxnknacker und ihre Gäste bereits sieben Stunden bayrische Geselligkeit mit Dieburger Prägung hinter sich. Eigentlich noch etwas mehr: „Die ersten Leute waren schon um halb Elf, also eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn, da“, berichtete die Vorsitzende des Sportclubs, der sich nicht nur dem Skifahren, sondern auch Ballsport, Laufen, Nordic Walking, Radfahren, Fitness-Training sowie Wandern und Singen verschrieben hat. Nicht zuletzt wegen dieser Bandbreite verzeichnet er seit seiner Gründung vor drei Jahren ein stetiges Mitgliederwachstum.

Helfer hatten alle Hände voll zu tun

Jene „frühe Vögel“ fingen den Wurm in Form eines Sitzplatzes. „Wir hatten gegenüber dem Vorjahr fast die doppelte Zahl an Biertisch-Garnituren aufgestellt und trotzdem waren die Plätze sofort alle weg“, so Harder-Bertaloth. Das galt auch für die Plätze an den Stehtischen. Zeitweise waren alle Gläser und Krüge ausgegeben, um 14 Uhr die Weißwürste ausverkauft. Die bildeten nur einen Teil des gastronomischen Angebots mit Brezn, Leberkäse und Co. Neben dem Duft der Speisen holten ab 12.30 Uhr die Mosbacher Musikanten Besucher in den Fechenbach-Park: „Einige, die gar nicht aufs Fest gehen wollten, wurden dadurch vom Marktplatz zu uns gelockt“, freute sich die Vorsitzende.

Die 70 Helfer– „die Listen waren ruckzuck voll“ – hatten entsprechend alle Hände voll zu tun. Wer sich gestärkt hatte, stellte mitunter seine Treffgenauigkeit beim Nageln unter Beweis oder seine Kraft beim Maßkrug-Stemmen. Über dem Tag hinweg legte zudem immer wieder DJ Mono auf. Der ließ die Beats auch am Abend erklingen, als der Himmel seine Pforten geöffnet hatte. Die Haxnknacker feierten mit ihren Gäste entsprechend überdacht weiter – zunächst im Park, später noch im „M22“. Der Abbau wurde auf den gestrigen Montag verlegt.

Mehr Besucher in Dirndl und Lederhose

Demnächst wird bekanntgegeben, in welchem zeitlichen Abstand das „Bayrische Sommerfest“ künftig stattfindet. Es werde auf jeden Fall beibehalten, kündigte Jeanette Harder-Bertaloth schon einmal an. Die Einnahmen seien ein schöner Nebeneffekt, vor allem aber könnten „die vielen kreative Köpfe“ im Verein ein Stück „Selbstverwirklichung“ mit dem Fest betreiben. Und die Tatsache, gemeinsam etwas Schönes auf die Beine zu stellen, mache schlichtweg Spaß. So war jeder der 20 – restlos ausverkauften – Kuchen selbst gebacken, jede Tischdekoration selbst gebastelt. „Und die Männer hatten vorab ihre Bauevents.“

Erfreut waren die Haxnknacker auch darüber, dass mehr Besucher als im Vorjahr in Dirndl und Lederhose erschienen. Etwa jeder Vierte habe Tracht getragen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare