Der Wildbach rauscht…

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An der Fischtreppe in der Nähe des Mühlturms läuft das Wasser fast schon über.

Dieburg ‐  Es rauscht in Dieburg: Wer heute durch die Stadt schlendert, vorbei an der Brückenmühle oder am Mühlturm, hat einen ungewohnten Ton im Ohr. Das plötzliche Tauwetter hat die Schneemassen im Odenwald zum Schmelzen gebracht, die Gersprenz anschwellen lassen.  Von Lisa Hager

Dazu kommen anhaltende Regenfälle, die auch in den nächsten Tagen noch nicht aufhören werden. „Innerhalb von 24 Stunden ist der Pegel von 1,80 auf 3,88 Meter gestiegen“, berichtete gestern Mittag Dirk George, der bei der Stadt für die Überwachung der sechs Wehre zuständig ist. Vorsorglich waren die Wehre schon am Donnerstagmittag gezogen worden, um den Durchfluss zu erleichtern. Auch in Groß-Zimmern, da kommt das Wasser ja früher an, wurde diese Maßnahmen bereits ergriffen.

Mit seinen Mitarbeitern hat Dirk George auch schon kräftig zupacken müssen: Im Bereich auf der Hörnet, wo sich Gersprenz und Glaubersgraben teilen, hatte sich ein sperriger Ast verkeilt. Der musste schnell entfernt werden, damit sich das Wasser nicht staute. „Das ist das größte Problem“, sagte George. „Wenn das Wasser durch Äste oder Stämme, von denen ja etliche wegen des Schnees umgestürzt sind, den Abfluss behindern.“ Alle anderen Wehre und Flussläufe im Stadtgebiet seien nach mehrfachen Kontrollen frei. Auch Stadtbrandinspektor Winfried Storck war schon mehrfach auf Kontrollgang an den heftig rauschenden Wassern unterwegs.

Gestern gab es zwischenzeitlich Entwarnung, die Pegel fielen leicht. Am Nachmittag aber setzte erneut starker Regen ein. „Wir müssen wachsam bleiben“, sagte George.

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