ADS wird beim Kardinal-Volk-Preis gleich dreimal ausgezeichnet

„Wofür bin ich verantwortlich?“

Stefanie Geppert, Anastasia Krjukow und Anika Herd (von links) erreichten den ersten Platz beim Kardinal-Volk-Preis. Stefanie Buchert erhielt für ein Gemälde den zweiten Preis. Mit den Schülerinnen freut sich Lehrer Thomas Fuhlbrügge über die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb.

Dieburg - (bea) Gleich dreimal ausgezeichnet wurde die Alfred-Delp-Schule (ADS) beim Kardinal-Volk-Preis in Mainz, der unter der Fragestellung stand „Wofür bin ich verantwortlich?“. Die ersten zwei Plätze und den zehnten Platz heimsten die Dieburger Schüler ein.

500 Euro Preisgeld erhielten die vier Schülerinnen Julia Brückmann, Stefanie Gebert, Anika Herd und Anastasia Krjukow für ihren Film, der ihre Arbeit mit behinderten Mädchen an der Darmstädter Chistoph-Graupner-Schule dokumentierte.

„Ich fand erstaunlich, wie offen die Mädchen auf uns zugegangen sind“, erinnert sich Gebert an ihre Arbeit mit der Mädchengruppe. „Beeindruckend, aber sehr, sehr schwer“, fand Herd die Arbeit. Um Verantwortung für sich und andere ging es beim diesjährigen Wettbewerb, an dem rund 120 Schüler der gymnasialen Oberstufe aus Hessen und Rheinland-Pfalz teilgenommen hatten. „Die komplexe Herangehensweise, sowie die inhaltliche und formale Geschlossenheit des Beitrags“, lobten die Juroren und verhalfen damit den Dieburger Schülerinnen zum ersten Platz.

„Wir waren sehr überrascht über unseren Sieg beim Wettbewerb“, sagt Krjukow, „denn es waren so tolle Beiträge dabei“. Zu einer dreitägigen Tagung waren die ersten zehn Preisträger nach Mainz eingeladen worden. Dort lernten sie einander kennen, kamen aber auch mit Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Kirche ins Gespräch. Zu einem Frühstück werden die drei Filmemacherinnen ihre Klassenkameraden von ihrem Preisgeld einladen. „Das haben wir vorher so ausgemacht“, lacht Lehrer Thomas Fuhlbrügge, in dessen Leistungs- und Grundkurs Katholische Religion für den Wettbewerb gearbeitet worden war. „Die Mädchen der Christoph-Graupner-Schule wollen wir ebenfalls zu einem Frühstück einladen und uns bei ihnen für die gute Zusammenarbeit bedanken“, erklärt Krjukow. Dank sagen die drei auch an Ria Herd, die den Kontakt zur Darmstädter Schule vermittelt hatte und an den Filmeschneider Christian.

Ruth Buchert erhielt den zweiten Preis für ein Bild, das von der Jury als herausragendes Beispiel der Programmkunst gelobt wurde. Das großformatige Gemälde thematisiert die Schwierigkeiten des Lebens in Afrika. „Für mich war klar, dass ich male, da kann ich mich sehr gut ausdrücken“, sagt Buchert. Inspiriert wurde sie von den Erzählungen ihres Bruders Benedict, der einige Zeit in Malawi verbracht hatte.

Die junge Malerin erwägt, nach dem Abitur selbst fünf Monate mit der Münsterer Hilfsorganisation Nima nach Ghana zu gehen. Für ihr Preisgeld von 250 Euro hat sie auch gleich eine Verwendung gefunden. „Ich habe eine Patenschaft für ein Kind in Ghana übernommen“, erklärt Buchert. Der Beitrag, der den zehnten Preis ebenfalls an die ADS holte, beschäftigte sich mit Verantwortung im Verkehr.

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