Stiftungsfest des Kellerschen Männergesangvereins

Ein Leben für den Chorgesang

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Im Rahmen seines Stiftungsfestes ehrte der KMGV am Sonntag im Ringerheim zahlreiche langjährige Mitglieder. Über 20 Personen im Alter von 25 bis 60 Jahren wurden ausgezeichnet.

Dieburg - Einen geselligen Nachmittag verbrachte am Sonntag der Kellersche Männergesangverein. Zum 138. Stiftungsfest nach der Gründung 1875 waren die Mitglieder ins Ringerheim eingeladen. Von Michael Just

Zur Begrüßung sang der Chor drei Lieder. Auch ein besonderer Gast fand den Weg nach Dieburg: Dr. Fritz Roth vom Kreis-Chorverband. Mit dem Vorsitzenden des KMGV, Franz Pollak, begrüßte er die Anwesenden. Danach lud der Verein zu Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen ein. Im Anschluss standen Ehrungen auf dem Programm. Hier hatte der Vorstand viele Hände zu schütteln, was die Verbundenheit der Mitglieder zum Verein verdeutlichte. Für aktive oder passive Mitgliedschaft wurden Franz J. Christ, Dieter Klages und Bernhard Krimm für 25 Jahre, Hans Rohmann und Dr. Werner Thomas für 40 Jahre, sowie Erich Bernt, Manfred Rockel, Hans Sattig und Hans Thomas für 50 Jahre geehrt. Als beeindruckend zeigte sich die Zahl der 60-jährigen Mitglieder: Hier ging der Dank an Klaus Brand, Hans Braun, Adi Christ, Werner Danz, Hans Werner Fornoff, Werner Henrich, Philipp Hiemenz, Franz Keckstein, Heinz Kipp, Erich Kreuzpointner, Werner Löbig, Heinrich Möller und Franz Weißbäcker. Nicht anwesend war Heinrich Uebel, der seit sage und schreibe 75 Jahren dem KMGV angehört. Das fördernde Mitglied wird diese Woche vom Vorstand besucht und bekommt dann sein Präsent. Alle Geehrten erhielten Urkunden und Geschenke, ab 60 Jahren durfte man sich über einen stattlichen und gut gefüllten Präsentkorb freuen. Nach den Ehrungen folgten auf einer Leinwand Erinnerungen an eine Sängerfahrt vor 20 Jahren nach Kärnten, die reichlich Gelegenheit zum Staunen und Schmunzeln gab.

Am Wochenende hatte der KMGV gleich doppelt Grund zum Feiern: Neben seinem Stiftungsfest erinnerte der Verein an seinen Namensgeber, den Chorleiter Ludwig Keller. Vor 80 Jahren, und damit im Jahr 1933, benannten sich die Sänger nach ihm. Der Grund war eigentlich kein Anlass zur Freude: Mit der Machtergreifung der Nazis verabschiedeten diese zwei Gesetze, wonach nur noch Berufschorleiter mit sofortiger Prüfung durch Organe der Reichsregierung akzeptiert wurden. Keller musste sein Amt niederlegen. Als Dank für seine großen Verdienste übernahm der Verein daraufhin seinen Namen. Diesen trägt er bis heute.

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