Aufhübschung der Dieburger Goethestraße

Zuschuss für Flora und Sitzmöbel

Einen trostlosen Eindruck macht die Goethestraße – doch das soll sich ändern.
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Einen trostlosen Eindruck macht die Goethestraße – doch das soll sich ändern.

Die Aufhübschung der Goethestraße tut not. Dafür erhielt die Stadt nun einen Förderbescheid aus dem Leader-Programm der EU. Die Ausschreibung für die Begrünung und Schaffung von Sitzmöglichkeiten soll spätestens Ende April erfolgen.

Dieburg – Die ausladend weiträumige Goethestraße wartet, wie an dieser Stelle schon des Öfteren beschrieben, nicht gerade mit viel Grün auf. Ganz im Gegenteil. Die breit angelegte, verkehrsberuhigte Straße mit ausgewiesenen Parkflächen ist nach der Sanierung baulich zwar in einem sehr guten Zustand, wirkt aber kahl und reizlos und bietet keine Sitzmöglichkeiten. Doch die florale Ödnis soll ein Ende haben: Natürliche Schattenspender lockern nicht nur die Pflasterwüste auf, sondern tun auch etwas fürs Mikroklima – so ist es beabsichtigt. Denn im Sommer, so steht es zu befürchten, heizt sich die Steinfläche ziemlich auf. Die Schüler der unmittelbar angrenzenden Goetheschule haben sich bereits 2019 in einer Kundgebung unter dem Motto „Goethe for future“ für eine naturnähere Gestaltung der Goethestraße stark gemacht. Und dafür gab es nun einen kräftigen Zuschuss: Die Stadt Dieburg erhielt im Rahmen des Leader-Programms (Förderung des ländlichen Raums) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 47 571 Euro für die Begrünung der Goethestraße sowie für die Schaffung von Sitzmöglichkeiten.

Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) überreichte den Förderbescheid pandemiegerecht nicht vor Ort, sondern digital. „Eine Begrünung sowie ein zusätzliches Angebot fürs Verweilen werden den Schulstandort bereichern und das Wohnviertel aufwerten. Besonders schön finde ich, dass die Schüler und Lehrkräfte aus zehn Klassen der Goetheschule die Gießpatenschaften für die Bäume übernehmen“, sagte Schellhaas, „mit der Aufwertung der Goethestraße entsteht ein generationenübergreifender Kommunikationsort für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte, Anwohner und Besucher des Schlossgartens.“ Die Planung ist mit der Behindertenbeauftragten und dem Seniorenbeirat der Stadt abgestimmt. Außerdem wurden laut Schellhaas die direkten Anwohner befragt, und die hätten positiv reagiert. Die kalkulierten Gesamtausgaben betragen, so Bürgermeister Frank Haus (parteilos) auf Anfrage unserer Zeitung, 115 181 Euro. Hiervon sind 86 494 Euro förderfähig; nicht dazu gehören die Mehrwertsteuer sowie die Bepflanzung der Kübel und die weiteren Pflegekosten. Die Förderquote beträgt 55 Prozent, dies sind von 86 494 Euro eben jene 47 571 Euro.

Geplant ist die Pflanzung von zehn Bäumen, das Aufstellen und Bepflanzen von drei runden Kübeln (Durchmesser 1,50 Meter) sowie zweimal zwei rechteckige Kübel (mit mittiger Sitzauflage). Eine bisher ausgewiesene Parkfläche, inmitten der Goethestraße platziert und zirka zwölf Meter lang, wird gänzlich ersetzt: Hier werden laut Haus zwei Bäume gepflanzt und Sitzgelegenheiten mit einer Bank und zwei Hockern (plus Markierung für einen Rollstuhl) geschaffen. Derzeit läuft die detaillierte Prüfung der Standorte für das Setzen der Bäume. Dies könnte im Ergebnis eine Abweichung von der Planung bedeuten, da Versorgungsunternehmen Bedenken anmelden. Das Vorhaben, so Haus weiter, wird bis spätestens zum 30. April mit der Ausschreibung begonnen.

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