Doctor‘s Diary: Macho noch ein bisschen böser

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So sehen ihn die Frauen am liebsten: Florian David Fitz als Dr. Meier fast nackt. Hier in einer Szene mit Diana Amft (links) als Dr. Gretchen und Nora Tschirner in der Rolle von Mitzi.

„Eigentlich hassen wir uns und werden auch wirklich nur kurz vor der Kamera zusammengestellt“, sagt Florian David Fitz über Serien-Kollegin Diana Amft. Dann lacht er los. Nur ein Witz von Fitz. Von Kathrin Rosendorff

Auch nach fünfstündigem Interview-Marathon zum Auftakt der dritten Staffel von „Doctor’s Diary“ (20.15 Uhr, RTL) ist sein die Mädchen bezauberndes Grübchenlächeln noch da. Der 36-Jährige sitzt in einem Berliner Hotelzimmer. In Wirklichkeit ist er sogar noch schöner, als man ihn als Oberarzt Dr. Marc Meier aus dem TV-Krankenhaus kennt. Selbst mit Hornbrille auf der Nase. Kein Wunder, dass Florian David Fitz sehr viele Liebesbriefe bekommt. Aber zu viel Fanliebe mag er nicht. „Nein, niemand schreit über die Straße nach Dr. Meier. Das würde ich mir auch verbitten. Ein paar Höflichkeitsregeln muss man schon einhalten“, betont Fitz.

Hinter ihm sind Unmengen von rosa Kreppeln aufgetischt. Über diese würde die ihre Kilos bekämpfende Protagonistin Dr. Gretchen Haase (Diana Amft) der RTL/ORF-Erfolgsserie (Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis) gleich herfallen. Der drahtige Florian David Fitz hat nicht einen gegessen. „Nee, da kann ich ja nicht reden.“ Und er sagt: „Sie können sich ruhig was einpacken.“ Ein höflicher Mann. Ganz anders als Dr. Meier, der Sprüche klopfende Macho, den Gretchen von den drei Männern in ihrem Leben am meisten liebt.

„Man erkennt warum Dr. Meier ist, wie er ist“

„Ihr wollt ihn ja gar nicht nett haben“, verteidigt ihn Fitz, der erst im November für seine Rolle als Tourette-Kranker in „Vincent will Meer“ einen Bambi gewonnen hat. Und er verrät: „Man erkennt in Staffel drei, wieso Dr. Meier so ist, wie er ist. Und er wird sogar noch ein bisschen böser.“ In der Pilotfolge mischt er Gretchens Neu-Ehemann Alexis (Steffen Groth) Viagra ins Essen. Florian David Fitz neigt auch privat zu Lausbubenstreichen. Bei den Dreharbeiten im stillgelegten Berliner Krankenhaus sucht er nach Möglichkeiten, Kollegin Diana Amft zu ärgern. „Diana hat das nicht so gern, wenn man sie mit Krankenhaus-Besteck anfasst“, sagt Fitz und grinst. „Große Motten, Spinnen, die landen vielleicht auch mal in meinen Händen – und dann direkt in Dianas Gesicht. Das ist immer für mich eine große Freude, da schlägt mein Herz höher, wenn ich sie schreien höre.“ Aber er fügt leise hinzu: „Die Arme.“ Dieses Jahr feiert Florian David Fitz sein Regiedebüt mit „Jesus liebt mich“ und spielt dabei neben Jessica Schwarz.

Keine Improvisation am Set

Auch „Doctor’s Diary“-Autor Bora Dagtekin wird 2011 Regisseur. Er bringt seine erste Erfolgs-Serie „Türkisch für Anfänger“ ins Kino. Der 32-Jährige sitzt ein Hotelzimmer weiter. Er gibt zu, dass das zweite Staffelfinale von „Doctor’s Diary“ vielleicht ein bisschen zu viel des Guten war: Gretchen heiratete, ihr Vater (Peter Prager) brach währenddessen in der Kirche zusammen und im Krankenhaus eine Epidemie aus. „Aber das Finale wird diesmal sehr im Sinne der Zuschauer sein“, versichert Dagtekin.

Er verspricht noch mehr: „Dass Gretchen und Marc Sex haben, könnte sich in der Staffel irgendwo verstecken.“ Er selbst ist immer am Set in Berlin dabei. Ist ja sein Baby. „In Deutschland sitzt der Autor normalerweise gern im Dunkeln und wird nur zur Nahrungsaufnahme ans Licht gelassen. So war ich noch nie“, erzählt er. Und dass er keine Improvisation am Set zulässt. „Die Dialoge werden dadurch meist nur schlechter.“

Schwester Sabine erhält eine größere Rolle

Dagtekin stammt aus einer Arztfamilie. Sein Bruder ist plastischer Chirurg. Dieser könne bestätigen, dass das, was Gretchen erlebe, nicht ausgedacht sei. „Frauen sind in der Chirurgie immer noch die Ausnahme und werden als jemand, der ins Jagdgebiet der Machos eindringt, angesehen.“

Im Jagdgebiet der Krankenhaus-Machos schaut in der Pilotfolge auch Nora Tschirner vorbei – als Mitzi, die Hippie-Schwester des österreichischen Assistenzarztes Maurice (Elyas M’Barek). „Nora Tschirner ist ein riesengroßer Fan der Serie, und mit der richtigen Rolle hatte sie Bock mitzuspielen“, erzählt Dagtekin. Schwester Sabine (Annette Strasser) erhält eine größere Rolle. Aber eine Sache bleibt: „Die große Liebe von Marc Meier ist immer noch er selbst.“ Gretchen und alle anderen Mädchen vor dem Fernseher werden ihn trotzdem weiter lieben...

Quelle: op-online.de

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