Freistaat statt Untergang

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Solch ein Freistaat braucht auch eine eigene Währung mit passenden Konterfeis: Ole von Beust und Günter Netzer.

Dreieich - Mit starken Stimmen und schlüpfrigen Texten haben die Hamburger Kammerspiele die Besucher der Burgfestspiele in Dreieichenhain begeistert. „Komm und schaukle meine Eier“, singt Tim Grobe etwa zur Melodie des Jerry Lee Lewis’-Hits „Great Balls of Fire“. Von Lara Sturm

Er spielt im Liederabend „Sylt – Ein Irrtum Gottes“ von Dietmar Loeffler einen gescheiterten Politiker namens Heiner Weber, der Sylt zum Freistaat erklären will. Unterstützt wird er dabei vor allem von der entschlossenen „Wonderbar“-Wirtin Katja Friese, die Sylt nach einem Meteoriteneinschlag vor dem Untergang retten möchte. Gemimt wird diese von Carolin Fortenbacher, die mit stimmlicher Präzision begeisterte.

Die Vorbereitungen für die geplanten Freiheitsfeierlichkeiten laufen auf Hochtouren, und neben Weber und Friese haben auch Barkeeper Sven Müller, Polizist Jan Torf und Musiker Paolo Friese alle Hände voll zu tun. Für den Freistaat Sylt wird eine neue Flagge entworfen und eine Hymne komponiert, außerdem werden Geldscheine mit den Gesichtern Ole von Beusts und Günter Netzers gedruckt.

Doch ein Skandal bis in höchste politische Kreise droht die geplante Aktion zu verhindern. Zu allem Überfluss bekommt auch noch die Berliner Reporterin Ina Briese, die plötzlich auf der Insel herumspioniert, davon Wind. Wird sie ihre Sensationsgeschichte veröffentlichen oder lässt sich noch alles zum Guten arrangieren?

Die Revue ist eine Liebeserklärung an Sylt, verknüpft mit bekannten Pop-, Musical- und Opernmelodien. Der Autor, Regisseur und Komponist Loeffler griff als Paolo selbst in die Tasten und lieferte den vergnüglichen Sound zu einer teilweise dünnen Story. Den gut 800 Besuchern gefiel’s. Sie bedachten den Abstecher der Hamburger Kammerspiele in hessische Gefilde mit großem Applaus.

Quelle: op-online.de

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