Die Saison nach dem Rekord

Frankfurt (isi) - Nach dem Rekord ist vor dem Rekord? Das wird sich weisen, doch mit Genugtuung kann das English Theatre Frankfurt auf die mit dem famosen Stück „Rain Man“ allmählich zu Ende gehende Spielzeit zurückblicken.

Die hat dem Haus nämlich einen neuen Rekord beschert, wie Intendant Daniel Nicolai gestern stolz berichtete. Das Musical „The Who‘s Tommy“ brachte es mit 125 Vorstellungen auf eine Gesamtauslastung von 98 Prozent und zog allein in Frankfurt 36 600 Besucher.

Da auch „The Importance of Being Earnest“ zum Spielzeitauftakt und die noch bis Mitte Juni laufende Produktion „Rain Man“ sich regen Publikumszuspruchs erfreuten, liege die Auslastung des Hauses in dieser Saison bei 88 Prozent. „Es läuft sehr gut“, sagte Nicolai, der den Erfolg aber als Momentaufnahme wertet. „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es auch eine Nummer kleiner geht.“

Keine Klassiker in der nächsten Spielzeit

Damit könnte der Intendant auf die nächste Spielzeit angespielt haben, die - mit Ausnahme des Musicals „Sweet Charity“ (10. November bis 17. Februar) - diesmal keine Klassiker präsentiert. Ein solcher ist diesmal nur dem Drama Club vorbehalten, der von 11. bis 22. August Arthur Millers „The Crucible“ (Hexenjagd) aufführen und damit auf die neue Saison einstimmen wird.

Die beginnt offiziell am 7. September und bietet mit Hugh Whitemores „Breaking the Code“ (Der codierte Mann) ein spannendes Stück, dessen zentrale Figur das Mathematik-Genie Alan Turing ist, der im Zweiten Weltkrieg maßgeblich an der Entschlüsselung des deutschen Enigma-Codes beteiligt war und zu den Pionieren des Computer-Zeitalters gehörte. Weil auf dem Spielplan der neuen Saison stehen außerdem noch das Stück „Master Class“ (1. März. bis 28. April 2013) von Terence McNally und „Good People“ (10. Mai bis 5. Juli 2013) von Pulitzer-Preisträger David Lindsay-Abaire. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. www.english-theatre.org

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare