Abschied ohne Ängste

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Hermann Danz zieht es nach neun Jahren der Gemeindearbeit in Eppertshausen nun in die Ferne.

Eppertshausen - Neun Jahre lang hat er das Leben der Eppertshäuser Pfarrgemeinde Sankt Sebastian begleitet und geprägt, doch nun zieht es ihn in die Ferne: Gemeindereferent Hermann Danz geht für ein Jahr in die USA. Von Jasmin Frank

In einem Gespräch mit unserer Zeitung berichtet Danz von seinen Intentionen.

„Mir hat es hier immer sehr gut gefallen, denn in Eppertshausen gibt es eine sehr tatkräftige Gemeinde, die in vielen Bereichen aktiv ist. Doch die Idee, für einige Zeit etwas ganz anderes zu machen, hat mich und meine Frau Barbara so begeistert, dass wir diesen Schritt wagen wollen“, erzählt der Münsterer.

Mit viel Humor hatte Gisela Belzer vom Eppertshäuser Pfarrgemeinderat in ihrer Abschiedsrede gescherzt, sie habe überall jemanden gesucht, der froh sei, dass der allseits beliebte Mann gehe, damit nun die Gemeindemitglieder all die vielen Aufgaben selbst machen könnten – aber natürlich habe sie niemand gefunden.

Auch Danz selbst blickt zufrieden auf fast ein Jahrzehnt Tätigkeit zurück und kann auf viele Themen verweisen, die ihm am Herzen liegen. So war ihm der Seniorenclub ein wichtiges Anliegen, zu dem, wie er hofft, bald wieder mehr Menschen gehen werden. „Viele Gemeindemitglieder fühlen sich noch viel zu jung für einen solchen Treffpunkt, auch wenn sie die 70 Lenze schon längst überschritten haben“, schmunzelt Danz.

Da er selbst vier Kinder hat, ist ihm auch die Arbeit mit dem Nachwuchs der Gemeinde sehr wichtig, insbesondere die Kommunionkinder sind ihm ein Anliegen. „In den vergangenen neun Jahren habe ich 260 Jungen und Mädchen zur Kommunion geführt, und das entspricht zehn Prozent unserer Gemeindemitglieder. Zudem erreichen wir über diese Festgottesdienste auch Familienmitglieder der Kinder, die sonst vielleicht nicht in die Kirche gehen. Dabei ist unsere Hoffnung natürlich, dass sie so Gemeinde positiv erleben und dadurch wieder regelmäßig den Gottesdienst besuchen“, erläutert Danz.

Um die Kinder selbst auch an die Kirche zu binden, werden Kinder- und Familiengottesdienste angeboten, zudem freuen sich der Kinderchor und die Messdiener über Zuwachs. Während es dieser Tage gilt, sich überall zu verabschieden, wird ihm das Herz doch ein wenig schwer, denn der viele Zuspruch und die durchweg positive Resonanz auf seine Arbeit bedeuten ihm viel. Dennoch freut sich Danz darauf, mit seiner Frau Barbara und seinen Kindern etwas Neues anzufangen und er erklärt zuversichtlich: „Ich habe keine Zukunftsängste. Wir werden uns dort auch nach Arbeit umsehen und wenn wir etwas finden, werden wir vielleicht auch länger bleiben. Sollten wir zurückkommen, gibt es genug freie Stellen im Bistum, auf die ich mich bewerben kann.“

Noch ist sein Arbeitsplatz in Eppertshausen nicht neu besetzt worden, denn es wird schwer, in seine Fußstapfen zu treten. Dennoch hoffen die Gemeindemitglieder, dass schon bald wieder jemand kommt, mit dem sie ebenso gut zusammenarbeiten können, wie es in den neun Jahren mit Hermann Danz der Fall war.

Quelle: op-online.de

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