Aktionen lieber verteilt als am Stück

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Schneiden, hacken, schälen, dass ist es, was Kind er in den Sommerferien machen wollen.

Eppertshausen - Zwar sind die Sommerferien schon ein paar Tage her und es dauert noch viele Monate, bis das nächste Schuljahr endet und Sommer, Sonne und Freizeit wieder in vollen Zügen genossen werden können. Doch im Eppertshäuser Rathaus laufen Nach- und Vorbereitungen für die Ferienangebote schon auf Hochtouren. Von Jasmin Frank

„Wir haben eine Eltern- und Kinderumfrage veranlasst, um herauszufinden, welche Betreuungszeiten und -formen von den Familien gewünscht werden“, erläuterte Bürgermeister Carsten Helfmann auf der Sitzung des Sozial-, Sport-, Kultur-, Jugend- und Seniorenausschusses. Sozialpädagoge Dennis Rühl war deshalb gekommen, um den Ausschussmitgliedern die Auswertung darzustellen. „Ich möchte gleich zu Beginn darauf hinweisen, wie hoch die Anzahl der Rückmeldungen ist. Von 681 Befragten haben über 30 Prozent mitgemacht, damit haben wir ein repräsentatives Umfrageergebnis gewonnen. Normalerweise nehmen nur etwa zehn bis 20 Prozent an einer solchen Befragung teil“, informierte Rühl.

Abdeckung von 9 bis 16 Uhr

Gefragt worden war nach dem prinzipiellen Interesse an einer Ferienfreizeit, das 64 Prozent bestätigten, und nach dem Teilnahmebetrag pro Tag, den Eltern zu bezahlen bereit wären. Je nach Angebot würden 20 Prozent bis zu fünf Euro, 48 Prozent bis zu zehn Euro und weitere 20 Prozent bis zu 15 Euro bezahlen. Schwerpunkt der Aktion war aber, herauszufinden, welche Zeiträume abgedeckt werden sollten: Hier sprachen sich 65 Prozent der Eltern für ein lose über die Sommerferien verteiltes Angebot aus, nur 21 Prozent wollten die auf einen bestimmten Zeitraum festgelegte, tägliche Variante.

Bei den Uhrzeiten wurden die Bedürfnisse berufstätiger Eltern deutlich, denn 55 Prozent wünschten sich eine Abdeckung von 9 bis 16 Uhr. „Für die Vereine ist es aber nicht gerade leicht, Helfer zu finden, die sich für einen ganzen Tag zur Verfügung stellen. Zudem ist es bei manchen Veranstaltungen schwierig, die Kinder so lange zu beschäftigen, das gilt insbesondere für das Kochen“, gab der Ausschussvorsitzende Charles Ross zu bedenken. Damit traf er gleich zwei wunde Punkte: Zum einen die geringe Anzahl Freiwilliger und zum anderen der Wunsch der Befragten nach Kochveranstaltungen: 114 Kinder, also 59 Prozent der 215 Rückmeldungen, wünschen sich, in den Ferien den Kochlöffel zu schwingen. Deshalb gilt es gerade in diesem nicht ganz einfachen Bereich, mehr Initiativen anzuregen. Weitere Präferenzen wurden bei Ausflügen sowie Sport- und Schwimmveranstaltungen gesetzt.

Zusammenarbeit mit Münster

Auch die Möglichkeit, sich auf dem anonymen Fragebogen frei zu äußern, wurde rege genutzt: Die Kinonacht sei zu spät, weil Eltern ihre Sprösslinge unter der Woche zu nachtschlafender Zeit abholen müssten, Nähen und Beauty seien unterbesetzte Themen, ebenso praktische Angebote wie Workshops am PC oder Fahrradreparatur. „Der Fragebogen dient uns letztlich dazu, unser Konzept zu überdenken und anzupassen, er ist zudem ein Hinweis für die Vereine und sonstige Anbieter, um zu erfahren, was überhaupt gewünscht wird“, so Helfmann.

Eines sei aber heute schon sicher: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Münster solle beibehalten werden, so dass in Zukunft ein intensiverer Austausch der Kinder unter den Gemeinden stattfinden kann.

Quelle: op-online.de

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