Alle pro Hallenverkauf

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Den Bolzplatz an der neuen Bürgerhalle ließ die Gemeinde sanieren. Jetzt muss der Flickersteppich noch aushärten.

Eppertshausen (jas) - Bei der ersten Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung nach der Neuwahl der Gemeindevertretung galt es zunächst auch hier die Positionen neu zu wählen: Zum Ausschussvorsitzenden wurde Stephan Brockmann (CDU) ernannt, seine Stellvertreter wurden Marita Euler (CDU) und Hans-Joachim Larem (SPD).

Natürlich standen die Finanzen im Mittelpunkt der Sitzung: Im Bereich der Wirtschaftsförderung des Parks 45 konnte ein Überschuss von 930.000 Euro erzielt werden, der für den Kauf des Eissner-Geländes verwendet werden soll. Bei den räumlichen Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen des Baugebiets „Im Eichstumpf“ steht durch den erfolgreichen Verkauf der Grundstücke zum zweiten Mal ein Betrag von einer Millionen Euro zur Verfügung, der als Infrastrukturbeitrag in die Gemeindekasse übertragen werden kann.

Auch der Kauf der Eppertshäuser Mehrzweckhalle durch den Landkreis stand zur Debatte. Bürgermeister Carsten Helfmann informierte darüber, dass der zuständige Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann schon bei der Feier in der Stephan-Gruber-Schule nach deren Sanierung im April des vergangenen Jahres geäußert habe, die Halle sei für einen Abriss eigentlich zu schade. Dennoch seien die Pläne aus Kostengründen zunächst ad acta gelegt worden (wir berichteten). Ebenso sei der Vorschlag der Gemeinde, die Bürgerhalle umfangreicher zu gestalten und zu einer Zweifeldsporthalle zu vergrößern, abgelehnt worden. Da der Bedarf zweier Schulen an ausreichend Raum für den Sportunterricht aber doch erkannt worden sei, werde der Kauf nun konkret anvisiert.

Verlagerung der geplanten seniorengerechten Wohnungen

Bei den Ausschussmitgliedern beider Fraktionen fand der Beschluss zum Verkauf Zustimmung, hat doch die Gemeinde den Vorteil, dass auch die Vereine die Halle kostenfrei nutzen können. Auch die Verlagerung der geplanten seniorengerechten Wohnungen in das Neubaugebiet im Eichstumpf stieß auf Zustimmung, war doch bislang unklar gewesen, ob die Senioren mit der nahe gelegenen Schule gut zurecht kommen würden.

Die Einnahmen durch den Verkauf werden in Höhe von etwa 270 .000 Euro liegen und damit wegen der wegfallenden Abrisskosten gut 20 .000 Euro über dem zu erzielenden Endpreis durch eine Veräußerung an mögliche Investoren.

Ein weiteres Thema war die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, die nach sechs verschiedenen Faktoren wie Kies- oder Rasenflächen, ermittelt werden soll und zu der eine Bürgerversammlung geplant ist. Hierzu regte Hans-Joachim Larem an, diese Gebühr nach zwei Jahren auf neue Ergebnisse hin zu überprüfen, was von den Unionsmitgliedern angenommen wurde.

Bau der Bürgerhalle im Zeitplan

Zu guter Letzt informierte Bürgermeister Helfmann noch über den Stand der Dinge bei der Bürgerhalle: Der Bau liegt gut im Zeitplan, so könne die fertig gestellte Klinkerfassade sogar einen Tag früher als geplant abgenommen werden. Auch das Gesamtbudget ist noch im Rahmen, liegt aber leicht über dem Kostenansatz: Mit 59 .361 Euro bisherigen Mehrkosten wird dieser um 1,33 Prozent überstiegen. „Wir haben aber noch mehrere Ausschreibungen vor uns und hoffen, dort wieder einiges einsparen zu können“, so der Rathauschef.

Eine Neuigkeit dürfte besonders den Eppertshäuser Nachwuchs freuen: Der Bolzplatz, der auch von den Schulkindern als Sportplatz genutzt wird, wurde saniert. Doch bis der neue Belag betreten werden kann, wird es noch ein paar Tage dauern, denn der Spezialboden muss noch aushärten. Dann können sich Kinder und Jugendlich darauf wieder richtig schön austoben.

Quelle: op-online.de

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