Der allererste Pieks

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Stefan Neumann kümmert sich um die Blutspender. Für Erstspender wie Carlos Da Costa Araujo und Yvonne Stachowiak hat er schon Zeit für etwas Ansprache.

Eppertshausen - Lebenswichtig ist es und täglich wird es gebraucht: das Blut, das viele Menschen zu spenden bereit sind. Doch für manch einen ist es doch eine Überwindung, sich zum ersten Mal beim Roten Kreuz zu melden. Von Jasmin Frank 

Für Carlos Da Costa Araujo ist es eine Premiere: „Ich bin zum ersten Mal hier und wenn ich ganz ehrlich bin, hat meine Freundin den Anstoß dazu gegeben. Ich finde den Gedanken zwar auch gut, hätte mich alleine aber nicht dazu durchgerungen. Jetzt bin ich jedoch froh, dass ich gekommen bin.“

Seine Begleiterin, Yvonne Stachowiak, ist zwar auch zum ersten Mal dabei, hatte aber keinerlei Befürchtung und hält ihrem Carlos schmunzelnd die Hand, während beider Blut fließt: „Ich habe von dem Blutspendetermin gelesen und dachte mir, dass ich einfach irgendwann einmal damit anfangen muss und jetzt ist es eben soweit. Es ist auch gar nicht weiter schlimm, die Nadel piekst ein bisschen und den Rest spürt man gar nicht.“

Betreut werden die beiden von Stefan Neumann, denn gerade die Erstspender brauchen immer mal wieder ein wenig Ansprache. Während die Erwachsenen zur Ader gelassen werden, können sich die Kinder im Nebenraum austoben. Der Nachwuchs steht ohnehin auf dem Programm der ehrenamtlichen Lebensretter, wollen sie doch in naher Zukunft eine Kinder und eine Jugendgruppe eröffnen. „Wir sind derzeit noch in der Planungsphase, weil zunächst unser Vereinsheim renoviert werden muss. Aber dann sollen sich Kinder ab acht Jahren und Teenis über 13 Jahren mit uns treffen können, um gemeinsam zu spielen, etwas über erste Hilfe zu lernen und um Ausflüge zu machen, beispielsweise in die Leitstelle“, informiert Anne Thiel, die als Gruppenleitern zur Verfügung stehen wird.

Doch bis es soweit ist, wird in Eppertshausen noch der ein oder andere Liter Blut fließen – natürlich nur von den Erwachsenen.

Quelle: op-online.de

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