Angespannter Wohnungsmarkt in Eppertshausen

Wider teures Wohnen

Über 63 gemeindeeigene Wohnungen verfügt Eppertshausen. Doch allein 23 von ihnen zählen zur Seniorenwohnanlage an der Willy-Brandt-Straße.
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Über 63 gemeindeeigene Wohnungen verfügt Eppertshausen. Doch allein 23 von ihnen zählen zur Seniorenwohnanlage an der Willy-Brandt-Straße.

Eppertshausen - Seit Jahren ist der Wohnungsmarkt in Eppertshausen angespannt. Auch wenn die Gemeinde stets weitere Wohnbaugebiete erschloss, füllten die sich zügig und der Bedarf wurde dennoch nicht gedeckt. Vor allem fehlt es in der Gemeinde jedoch an bezahlbarem Wohnraum. Deshalb sollen mehr Gemeindewohnungen gebaut werden, wozu die CDU eine Initiative startet. Von Thomas Meier

In Eppertshausen leben derzeit über 6800 Menschen mit Haupt- und Nebenwohnung. Die Kommune selbst verfügt momentan über 63 gemeindeeigene Wohnungen, wovon sich allerdings allein 23 in der Seniorenwohnanlage an der Willy-Brandt-Straße befinden. Die Mietspiegel für Eppertshausen weist aktuell im Durchschnitt einen Quadratmeter-Mietzins von durchschnittlich 7,05 Euro aus. Doch eine nähere Betrachtung macht klar, dass ausgerechnet gesuchte Wohnungen mit einem Zuschnitt von 80 bis 120 Quadratmeter mit 7,59 Euro wesentlich teurer ausfallen. Für Wohnraum zwischen 40 bis 80 Quadratmeter sind derzeit rund 6,15 Euro pro Quadratmeter zu entrichten, für Wohnungen über 120 Quadratmeter „nur“ 5,23 Euro im Mittel. Im gesamten Kreisgebiet Darmstadt-Dieburg sind im Durchschnitt pro Quadratmeter Wohnraum 8,27 Euro Miete zu bezahlen.

Die CDU-Mehrheitsfraktion erklärt, die Wohnungssituation bei bezahlbarem Wohnraum werde sich in Deutschland allgemein und besonders im Ballungszentrum Rhein-Main, also auch in Eppertshausen, weiter verschärfen: „Wir möchten durch die Erstellung von weiteren Gemeindewohnungen bezahlbaren Wohnraum für Eppertshäuser schaffen.“

Die Verwaltung soll jetzt prüfen lassen, an welchen Standorten in der Gemeinde ein oder zwei Gebäude mit zehn bis 15 Wohnungen mit einer Wohnfläche von je 60 bis 100 Quadratmeter entstehen könnten. Mit dem Kreis und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen sowie mit öffentlichen Stellen sollen Zuschussmöglichkeiten abgestimmt werden. Zudem möge die Verwaltung eruieren, bei welchen Institutionen es zinsgünstige Darlehen für solche Projekte zu welchen Konditionen gibt.

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