Aufregende Erfahrung: Für neue CD singen

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Gut gelaunt und voll motiviert hat der Chor Sankt Sebastian mit Dirigent Dieter Müller-Herzing (rechts) seine aktuelle CD aufgenommen.

Eppertshausen - Wenn der Eppertshäuser Chor Sankt Sebastian eines seiner beliebten Konzerte gibt, fragen die Besucher im Anschluss stets: „Und wo können wir eure CD kaufen?“ Von Jasmin Frank

So war es auch im vergangenen Jahr, als gleich zweimal in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche das Musical „Vater unser – unser Vater“ präsentiert wurde. Doch die Nachfrage nach Tonträgern konnte nicht erfüllt werden, so dass Dirigent Dieter Müller-Herzing mit seinem Chor beschloss: Es muss wieder einmal eine richtig gute Aufnahme her.

Er hat schon einige CDs vom Chor im Regal stehen, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. „Mensch Jesus“ wurde 1997 aufgenommen, „Die kleinen Leute von Wippidu“ im Jahr 2004 und die erste CD entstand Anfang der neunziger Jahre; sie hieß „Ein Licht strahlt in die Dunkelheit“. „Dazwischen sind natürlich noch einige Liveaufnahmen angefertigt worden“, erklärt Müller-Herzing, der in seinem Münsterer Tonstudio alle Arbeiten rund um die Aufnahme übernahm: Seit Januar standen nicht nur Mischen und Schneiden, sondern auch das Einspielen der Instrumente auf seinem Programm, so hat er alle Parts an Gitarre, Schlagzeug und Klavier übernommen.

„Man hört sich selbst viel intensiver“

„Es ist zwar sehr viel Arbeit eine CD zu gestalten, aber es macht auch unglaublich viel Spaß“, erzählt der Münsterer Kinobetreiber mit leuchtenden Augen. Seine Freude und Motivation hat er während der monatelangen Aufnahmen immer auch an seine Sänger weitergegeben, die nicht nur während der wöchentlichen Probentermine, sondern auch an vielen Wochenenden bei ihm einsangen.

„Auch wenn es spät wurde oder lange dauerte – Dieter hat immer seine gute Laune bewahrt, ganz gleich wie oft wir etwas wiederholen mussten“, erzählt Carola Goebel-Weber, die mehrfach in wechselnden Kleingruppen vor Ort war. Auch Ines Arndt, Tenor, strahlt, wenn sie von den Aufnahmen berichtet: „Es ist etwas ganz anderes, hier mit dem Kopfhörer auf den Ohren einzusingen, als wenn man mit dem gesamten Chor singt. Man hört sich selbst viel intensiver. Zudem ist durch die Instrumente, die eingespielt werden, der Rhythmus ein anderer.“

Alle mitsingenden Frauen sind sich einig, dass die Studioaufnahme eine einzigartige Erfahrung ist. „Aber am schönsten sind noch immer die Konzerte, denn da ist man vorher so aufgeregt, dass ganz viel Adrenalin freigesetzt wird“, begeistert sich Goebel-Weber.

Vor gut zwei Wochen wurden die Aufnahmen zu „Vater unser – unser Vater“ von den insgesamt 48 Mitgliedern abgeschlossen, pünktlich für die anstehenden Konzerte, die das Stück, das im Vorjahr so viel Beifall fand, in abgeändertem Format auf die Bühne bringen. „Wir haben schnell gesehen, dass wir nicht dauerhaft mit über 60 Akteuren und Technikern auftreten können. Ziel der Neuinszenierung ist es deshalb, dass das Musical immer und überall aufführbar ist und nicht zwingend externe Personen dabei sein müssen“, erklärt Müller-Herzing das Konzept. Somit können sich die Besucher des Konzerts am 20. November um 18.30 Uhr im Eppertshäuser Sankt Sebastian auf eine Variation des Musicals freuen, das wieder mit Texten kombiniert wird, die zum Nachdenken anregen.

Wer einen Hauch des Adrenalin-Gefühls der Musik später einmal zu Hause erleben will, kann nun auch auf die neue CD zurückgreifen.

Quelle: op-online.de

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