900.000 Euro für Bauprojekte in 2014

Schulstraße hat oberste Priorität

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Wie auf dem Bild zu sehen ist – oder eben auch nicht – ist in der Schulstraße Tempo 30 vorgesehen. Die Schrift dafür ist aber schon so abgenutzt, dass sie kaum lesbar ist. Auch der Asphalt ist sanierungsbedürftig.

Eppertshausen - Eine stattliche Summe von 900.000 Euro will die Gemeinde Eppertshausen 2014 für Bauprojekte ausgeben. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei die Schulstraße hinter der katholischen Kirche St. Sebastian. Von Corinna Hiss 

„Es gibt mehrere Straßen, die sanierungsbedürftig sind, aber diese steht dabei an erster Stelle“, erläutert Bürgermeister Carsten Helfmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Wieso, das ist auch für ein Laienauge ersichtlich. Der Asphalt hat schon bessere Tage gesehen, außerdem ist der aufgemalte Hinweis, dass dort Tempo 30 zu fahren ist, kaum noch lesbar. Die Ziffern sind nur mit Mühe zu erahnen und aus dem fahrenden Auto noch weniger erkennbar als für Fußgänger. „Im Januar werden wir uns mit den Anwohnern in Verbindung setzen und sie über die grundhafte Erneuerung informieren“, plant Helfmann. Grundhaft, das bedeutet nicht nur, dass neu gepflastert wird, auch das Kanalsystem bekommt eine Generalüberholung. In das Bauprojekt fließt das meiste Geld: 600.000 Euro insgesamt. „Wir werden wahrscheinlich im Frühsommer anfangen und bis Ende des Jahres fertig sein“, ist der Bürgermeister zuversichtlich.

Eine weitere Baustelle stellt das Haus Westermann am Waldrand dar. Das idyllische Freizeitgelände, auf dem einst Vereinsfeiern abgehalten wurden, ist mittlerweile arg in die Jahre gekommen: Der Putz blättert an vielen Stellen ab, Moos bedeckt die Fassade und das Vordach der Eingangstür ist nicht mehr ansehnlich. Dass hier die Rollläden unten sind, ist nicht verwunderlich. Aber auch das soll dieses Jahr geändert werden, damit im Haus Westermann wieder schwungvolle Feste gefeiert werden können. „Rund 100.000 Euro wird die Renovierung beanspruchen“, verrät Helfmann.

Weitere 140.000 Euro wird der Anbau des Personalzimmers in der Kita Sonnenschein kosten, der auch für 2014 geplant ist. International zeigt sich die Gemeinde Eppertshausen dann im Sommer, wenn das Fest der Nationen am Franz-Gruber-Platz gefeiert wird. „Das Fest lässt sich super mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien verbinden“, berichtet der Bürgermeister. Beim letzten Mal vor vier Jahren waren rund 20 Stände unterschiedlicher Nationen vertreten, die ihr Land auf ihre ganz persönliche Art und Weise repräsentierten. Ähnliches ist es auch diesmal geplant, dazu werden alle nicht-deutschen Bürger der Gemeinde angeschrieben und gebeten, ihr Land gebührend zu vertreten.

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Helfmann legt Wert darauf, dass die Veranstaltungen in Eppertshausen gleichmäßig verteilt sind: „Die Idee ist, in einem Jahr eine Gewerbemeile anzubieten, im nächsten Kulturtage und danach das Fest der Nationen. Dann herrscht Abwechslung in der Gemeinde.“ Bei der Gelegenheit findet der Bürgermeister auch lobende Worte für die Veranstaltungen, die das ganze Jahr über in regelmäßigen Abständen stattfinden. „Wir haben ein reges Vereinsleben in Eppertshausen. Es ist schön zu sehen, wie viele ehrenamtliche Mitarbeiter das Leben in der Gemeinde bereichern.“

Quelle: op-online.de

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