Begeistert von der Musik

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Schon als kleines Kind hat Katja Berker in mehreren Chören gesungen.

Eppertshausen - „Ich habe schon gesungen, bevor ich überhaupt sprechen konnte“, sagt Katja Berker, die schon von klein auf wusste, dass die Musik ihr Leben bestimmen sollte. Sie lächelt. Von Jasmin Frank

„Mit vier Jahren wollte ich unbedingt Klavier lernen, obwohl dieses Instrument in meinem Umfeld gar nicht gespielt wurde. Zwar sind meine Eltern sehr musikalisch, doch sie spielen Mandoline, Geige und Kontrabass, ein Klavier hatten wir nicht“, erinnert sich Berker, die aber schon früh wusste, was sie wollte: Ihr eigenes Ding machen. Und so setzte sie sich erfolgreich durch, lernte ab dem sechsten Lebensjahr Klavier und spielt es bis heute mit Begeisterung und Bravour.

Doch weil in ihrer Familie das Mandolinenorchester des Odenwaldklubs von zentraler Bedeutung war, lernte sie, als ihre Schwester Daniela zur Mandoline griff, auch noch Gitarre. Ein Tasten- und ein Saiteninstrument waren aber noch nicht genug für ihr Bedürfnis, ihr musikalisches Talent auszuleben – es kam noch der Gesang dazu. „Ich habe schon als kleines Mädchen im Kinderchor und später im Jugendchor Sankt Sebastian gesungen, und bis heute ist das Singen ein elementarer Teil meines Lebens“, erzählt die Eppertshäuserin.

Musik nicht nur ein Hobby

Früh schon war der jungen Frau klar geworden, dass die Musik nicht nur Hobby bleiben, sondern ihr Beruf werden sollte, deshalb entschied sie sich nach dem Abitur für ein Studium der elementaren Musikpädagogik mit dem Hauptfach Klavier. „Ich unterrichte einfach gerne, es begeistert mich und der Umgang mit Menschen ist von großer Bedeutung für mich. An einer Regelschule zu unterrichten, kam für mich nicht infrage, denn dort besteht bei den Schülern nicht immer ein echtes Interesse an der Musik. Deshalb wollte ich auf jeden Fall an einer Musikschule tätig werden, denn wer dorthin geht, der will auch wirklich Musik machen“, argumentiert Berker.

Doch auch während dieser anspruchsvollen Ausbildung fehlte ihr noch etwas: der Gesang. Also absolvierte die engagierte Musikerin parallel noch ein zweites Studium, das der Gesangspädagogik. Damit ist die Frau mit dem strahlenden Lachen breit aufgestellt und hat keine Mühe, als Musikerin ihr Auskommen zu finden: Sie erteilt musikalische Früherziehung an einer Musikschule, unterrichtet privat Klavier, Gesang und Gitarre, leitet mehrere Kinderchöre, ist als Dozentin für den Sängerbund Hessen aktiv und leitet zusätzlich ehrenamtlich die Schülerabteilung des Mandolinenorchesters des Eppertshäuser Odenwaldklubs, wo sie auch als Jugendleiterin aktiv ist. Gefragt ist das vielseitige Talent zudem als Solisten: Ganz gleich ob auf

privaten Feiern wie Taufen und Hochzeiten oder als Sopranisten auf Konzerten, Ehrenabenden oder Messen, überall besticht sie durch ihr breit gefächertes Repertoire. Jazz und Musical werden von ihr ebenso dargeboten wie Oper und Operette. „Ich freue mich besonders darüber, wenn ich etwas Neues erarbeiten kann. Gerade habe ich ein Konzert mit der Pianistin Cornelia Neuwirth gegeben, da habe ich etwas ganz anderes gemacht als sonst und französische Chansons und das Zigeunerlied von Dvorak präsentiert“, freut sich Berker.

„Ganzen Tag Musik um mich herum“

Sie begeistert sich für ihr Tun und lebt es im Alltag: „Bei mir läuft eigentlich nie das Radio und ich höre kaum Musik, denn ich habe ja den ganzen Tag Musik um mich herum. Obwohl ich versuche, täglich zu üben, trällere ich immer noch gerne einfach so vor mich hin“, lächelt sie und auch schon ihre Kinder Nele und Hannes begeistern sich für ihre Musik: Während Hannes die Rassel schwingt, singt Nele durchaus schon mal eine Carmen-Arie nach, die ihre Mama gerade übt. Und wenn bei Berkers nachts ein Kind aufwacht, wird nicht geschrien oder geweint, erzählt Katja Berker: „Mein Hannes ist heute mitten in der Nacht wach geworden und hat eine Stunde lang Backe, backe Kuchen gesungen.“

Denn im Hause Berker sind gleich beide Elternteile der Musik verschrieben: Papa Benedikt Berker spielt Klavier und Keyboard, ist Lehrer für Musik und Mathematik, leitet eine Big Band, spielt selbst in einer Band und begleitet seine Frau am Klavier. „Bei uns geht es im Alltag zwar manchmal etwas turbulent zu, aber mit einer guten Planung ist das kein Problem. Ich hatte jetzt vor Weihnachten sehr viele Auftritte, mein Mann hat mit seiner Band an Fastnacht viel zu tun, so gleicht sich das aus“, informiert Berker, die sich bewusst gegen ein unstetes Künstlerleben und für die Kombination aus Musik und Pädagogik entschieden hat, nicht zuletzt, um genug Zeit für ein harmonisches Familienleben zu haben. Zu hören ist sie wieder am 21. Januar am Abend der Vereine in der Bürgerhalle und am 29. Januar auf einer Hochzeitsmesse in Rodgau. Termine und Engagements mit der Künstlerin können über katja.berker@gmx.de nachgefragt und vereinbart werden.

Quelle: op-online.de

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