Begeisterung beim Sklaventanz

+
Helena zeigt Luca, dass dieser Kampfsport auch für Mädchen geeignet ist.

Eppertshausen ‐ Kämpfen und Tanzen in einem – wie kann das funktionieren? Der Auflösung dieses Rätsels gingen 13 Jungen und Mädchen im Rahmen der Eppertshäuser Ferienspiele nach. Von Jasmin Frank

„Capoeira ist eine in Brasilien ausgesprochen populäre Kunst-Kampfsportart“, erklärt Sueli Küpper-Tetzel, die als gebürtige Brasilianerin bei diesem Event nicht fehlen durfte. „Entstanden ist sie bei den Sklaven, denen jede Art von Kampf verboten war – damit sie keinen Widerstand leisten konnten. Den Kindern macht das gemeinsame Training offensichtlich viel Spaß. „Ich bin schon mal froh über das Wetter, denn auch wenn es von den Temperaturen her angenehm ist, kommen wir ganz schön ins Schwitzen“, meint Lukas. „Meine Mutter hat mir das Projekt vorgeschlagen. Ich kannte Capoeira schon von einem Video“, meint er. Auch bei Helena war es die Mama, die zur Teilnahme geraten hatte. „Ich war erst gar nicht begeistert, wollte dann aber doch mitmachen. Und jetzt finde ich es wirklich toll.“

Der Sport ist keineswegs gefährlich, sondern fordert auch geistige Einsatzbereitschaft. „Capoeira ist eine stark ritualisierte Form des Zweikampfes im Rahmen einer großen Gruppe, bei dem man sich nicht berührt. Er verlangt große Körperbeherrschung, Disziplin, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, sich zurückzunehmen“, so Trainer Antonio La Delfa.

Doch auch artistische Leistungen werden den Teilnehmern abverlangt. „Schwierig ist es schon, denn wir müssen ein Rad schlagen oder Kopfstand machen. Dabei muss man noch auf den Rhythmus achten“, meint Lukas und Helena weiß: „Das Ganze machen wir ja dann nur als Paar vor, und zwar inmitten eines Kreises, der von den anderen Teilnehmern gebildet wird.“

Quelle: op-online.de

Kommentare