Champagnerfest betont deutsch-französische Freundschaft

Beim edlen Tropfen Barrieren abbauen

Sängerin Charlotte Ruinet (links) und die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Danielle Jean.

Eppertshausen - (jas)  Alle packen mit an, wenn es um das gute Gelingen des Champagnerfestes des Partnerschaftskomitees Chaource am morgigen Samstag geht. Mit dabei sind auch Vorstandsmitglied Horst Liere und sein Enkel Joshua Kraus.

Der 15-Jährige war zwar als Kind schon einmal mit in der Eppertshäuser Partnerstadt, hat sich bislang aber aus der Vereinstätigkeit herausgehalten, was sich jetzt ändern soll. „Wir haben wie so viele Vereine auch etwas Probleme mit dem Nachwuchs“, gibt Liere offen zu, „doch das lässt sich auch ändern. Im vergangenen Jahr haben wir einen Familienbrunch organisiert, der so gut angenommen wurde, dass wir ihn 2010 wieder anbieten wollen.“

Deshalb hilft nun auch der Schüler mit, wenn sein Großvater die Werbetrommel rührt und hängt bereitwillig mit ihm zusammen Plakate auf.

Und auf diesen ist auch schon zu sehen, um was es in diesem Jahr wieder gehen wird: Genuss französischer Lebensart in heimischen Gefilden. Von Lammkeule mit grünen Bohnen und verschiedenen Quiches bis hin zu französischen Weinen und natürlich Champagner aus der Region der Partnerstadt kann einiges probiert werden. Eine besondere Spezialität ist der in Chaource selbst gefertigte Käse. „Wir sind ein deutsch-französischer Freundschaftsverein, deshalb gibt es natürlich auch heimische Kost. Neben deftigen Bratwürsten, Bier und Apfelwein kann auch auf Rumpsteak zurückgegriffen werden“ erläutert Horst Liere.

Er ist bereits seit vielen Jahren im Partnerschaftskomitee aktiv und kennt so manche französische Familie schon persönlich. Denn der direkte Kontakt zu den gallischen Nachbarn wird großgeschrieben. Die Familien übernachten daher auch bei ihren Besuchen nicht etwa im Hotel, sondern bei den Gastgebern zu Hause. „Dabei kommen wir uns viel näher, als wenn wir nur die offiziellen Veranstaltungen gemeinsam besuchen würden. Schon morgens am Frühstückstisch verständigen wir uns mit Händen und Füßen, was oftmals sehr amüsant ist und mit Humor baut man bekanntlich Barrieren ab“, so Liere.

Besonderheit: Der französische Gast, Michel Finot, ist ein ehemaliger General, der in seiner aktiven Zeit in Deutschland eingesetzt war und dessen Frau Annick sogar in Deutschland geboren wurde. Und gerade diese Freundschaften sind es, die der Theorie der in den 50-er Jahren eingeführten Städtepartnerschaften Leben einflößen - nur so kann Völkerverständigung funktionieren.

Auch in diesem Jahr werden deshalb etwa ein Dutzend Freunde aus Chaource erwartet. Damit der Austausch so rege bleibt, haben die etwa 70 Mitglieder des Vereins sich einiges vorgenommen.

So organisieren sie jedes Jahr sieben Veranstaltungen mit französischem Kontext, etwa das Beaujolaisfest, präsentieren sich zudem auf Ortsfesten wie der Kerb oder dem Fest der Nationen.

Der Höhepunkt bleibt aber das Champagnerfest, das im vergangenen Jahr einen solchen Zulauf hatte, dass die Vorräte auszugehen drohten. Deshalb lassen Großvater Liere und Enkel Joshua bei den Vorbereitungen keine Zeit verstreichen. Der Startschuss für das Champagnerfest fällt am morgigen Samstag um 16  Uhr am Chaourcer Platz.

Quelle: op-online.de

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