Erlös wird gespendet

Berta-Pägelche: Ein Fest mit langer Tradition

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Jung und Alt versammelt sich im „Pägelche“ – umgangssprachlich für Verbindungspfad – um ein paar gemütliche Stunden miteinander zu verbringen. Der Weg und das Fest wurden nach einem Eppertshäuer Original benannt: Bertha betrieb einen „Tante-Emma-Laden“ und war in der Gemeinde sehr beliebt.

Eppertshausen - Gemeinsam feiern und gemeinsam helfen: Beim Berta-Pägelche-Fest wird der Verbindungsweg zum Festplatz. Der Erlös wird gespendet. Von Peter Panknin 

Seit 1981 wird es gefeiert, immer im Juli, immer an einem Samstag. Das Straßenfest auf dem Verbindungsweg zwischen der Friedhofstraße und der Nieder-Röder-Straße in Eppertshausen hat eine lange Tradition. Natürlich gab es Pausen, denn in diesem Jahr wurde das Fest „erst“ zum 28. Mal abgehalten, wie Kurt Filipp, einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung, berichtet. „Es gab schon Unterbrechungen, zum Beispiel weil sich nicht immer genügend Mitgestalter gefunden hatten oder weil schlicht das Wetter an diesem einen Tag nicht gepasst hat“.

Nun stimmte alles: Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, dank guter Nachwuchsarbeit standen in diesem Jahr 35 Helfer aus der Nachbarschaft zur Verfügung. Die werden auch gebraucht, um alles auf- und abzubauen, was zur Durchführung des Festes erforderlich ist. Der Erlös der Veranstaltung wird regelmäßig für soziale Zwecke gespendet und verbleibt im Ort. So sind bei den bisherigen Veranstaltungen etwa 10 000 Euro zusammengekommen und wurden entweder dem DRK, dem Sozialfonds der Gemeinde Eppertshausen oder direkt an als bedürftig anerkannte Personen vergeben.

Neben dem Verkauf von Getränken, Gegrilltem und Salaten trägt auch das „Berta-Bingo“ zur Erhöhung des Erlöses bei. Nicht immer hat es einen Erlös gegeben, aber in diesem Jahr sieht es wieder gut aus, denn geschätzte 200 Besucher konnten bis zum frühen Abend verzeichnet werden. So viele wohnen nicht in den an den Verbindungsweg angrenzenden Häusern, es kommen auch viele aus der weiteren Umgebung. Ein ständiges Kommen und Gehen macht es schwer, eine genaue Besucherzahl abzuschätzen.

Prost: Zwei Besucherinnen müssen ihr Getränk noch zahlen, die beiden anderen haben schon mal ihre Gläser erhoben.

Die Genauigkeit ist auch nicht erforderlich, denn man kommt zum gemütlichen Beisammensein. Es wird gegessen, getrunken und geschwätzt, sogar Kartenspieler konnten beobachtet werden. Es sind alle Altersklassen von „noch nicht“ bis „nicht mehr lauffähig“ vertreten. Dank der vielen jungen und jugendlichen Teilnehmer wird das Fest auch eine gute Zukunft haben und weiterhin zu den gern angenommenen Traditionsveranstaltungen in der Gemeinde Eppertshausen zählen.

Und woher kommt der Name eigentlich? Berta hieß eigentlich Berta Müller, war ein Eppertshäuser Original, betrieb einen „Tante-Emma-Laden“ und war sehr beliebt. Sie wohnte damals am kleinen Verbindungspfad (Umgangssprachlich auch „Pägelche“) zwischen Friedhofs- und Nieder-Röder-Straße, der von Anwohnern ihr zu Ehren Berta-Pägelche genannt wurde.

Quelle: op-online.de

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