Die besten Tratschweiber sind Männer

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Die Gruppe Fairit tanzte beim Kappenabend des Gesangvereins Germania nach dem Motto „Viva Mexico“.

Eppertshausen (jas) ‐ Beim Eppertshäuser Gesangverein Germania wird nicht nur gut gesungen, sondern auch fröhlich gefeiert – das bewiesen die Sänger auch in diesem Jahr wieder auf ihrem traditionellen Kappenabend.

Ganz ohne Lasershow und Hightech, dafür aber mit viel Musik und guter Laune gab es am Samstagabend viel zu lachen. Nachdem Andreas Hock als Sitzungspräsident das Publikum heiter begrüßt und Andre Tüncher mit Schunkelliedern für Stimmung gesorgt hatte, gab der Vereinsvorsitzende Hans Müller in seinem Protokoll einen fröhlichen Jahresrückblick. In Sachen Wirtschaftskrise hatte er für den Euroraum ein Patentrezept parat, dass viele zu einem zustimmenden Kopfnicken veranlasste: „Hätten wir die DM heut‘ noch in der Hand, würd‘s besser uns gehen, im deutschen Land.“ Und auch die alte Rivalität mit Münster kam nicht zu kurz, ihnen wurde augenzwinkernd gar die Vertreibung des Eppertshäuser Wappentieres zur Last gelegt: „En Storch hockt im Nest, so hiess es letzt‘ Johr, was lange währt, wird endlich wohr. Am Schulweg dohinne sah man ihn sitze, unsern Herrn Adebar, des sind jetzt ko Witze. Eine Woche war der da, nit übertriwwe, dann wurde der dort von Nilgäns vertriwwe. Dreimal dürft ihr rate, wo die kamen her, aus Münster nämlich, des ist nit schwer.“

„Nach ein paar Nächten war Butter im Glas“

Auch das erste Eppertshäuser Prinzenpaar konnte bei der Germania bewundert werden: Lutz Murmann und Klaus Müller gaben sich ein Stelldichein. Und wer sich in der kalten fünften Jahreszeit nach südlichen Gefilden sehnt, der konnte mit dem Ensemble Musica von der beliebtesten Ferieninsel der Deutschen träumen: „Mallorca-Party“ hieß das Motto der Lieder, die zum Mitsingen anregten. Damit das Publikum so richtig aktiv wurde, waren sogar zwei Animateurinnen engagiert worden: Die beiden Grundschülerinnen Lara und Caroline zeigten den reiferen Narren, wie heutzutage an Fasching getanzt wird und gaben beim „Fliegerlied“ und dem Song „Das rote Pferd“ die Bewegungen vor. „Uns hat das ganz viel Spaß gemacht, auch wenn es ungewohnt ist, dass einen alle anschauen. Aber weil alle so gut mitgemacht haben, war es gar nicht schwierig“, freuten sich die beiden Mädchen.

Als zwei Tratschweiber sorgten Reiner Sperl und Jochen Ries für Stimmung.

Weiter ging es im Programm, das mit Vorträgen und Musik abwechslungsreich gestaltet war und bei dem, obwohl es sich um einen Männerchor handelt, auch zwei Damen auf die Bühne kamen, zwei waschechte Tratschweiber, die von Reiner Sperl und Jochen Ries überzeugend und komisch dargestellt wurden. In engen Kleidern und mit knalligen Perücken plauderten sie über die Sorgen der Frauenwelt und über deren Ehemänner. „Meiner hat jetzt einen Treuetest gemacht, als er verreist war. Er hat unterm Bett ein Glas Milch aufgestellt und einen Löffel an einem Faden darüber befestigt. Wenn ich alleine im Bett gelegen hätte, wäre nichts passiert, doch wenn noch jemand dazugekommen wäre, dann hätte sich der Löffel in die Milch gesenkt und das hätte er dann festgestellt“, erzählte die eine und auf Nachfragen der Freundin, was denn nun bei dem Experiment herausgekommen sei, meinte sie verlegen: „Tja, nach ein paar Nächten war Butter im Glas!“

So wurden die Lachmuskeln der Eppertshäuser reichlich strapaziert, da war es gut, wenn zwischendurch immer wieder zur Erholung Schunkel- und Stimmungslieder gesungen wurden.

Quelle: op-online.de

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