Bevor es eng wird: neuen Kindergarten bauen

Eppertshausen nimmt für neue Kita 4,5 Millionen Euro bis 2024 in die Hand

Haus Westermann könnte während der Bauphase zumindest für eine Kita-Gruppe eine Interims-Lösung sein, sagt Bürgermeister Helfmann.
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Haus Westermann könnte während der Bauphase zumindest für eine Kita-Gruppe eine Interims-Lösung sein, sagt Bürgermeister Helfmann.

Die Kommune hat einen Förderantrag zum Bau einer zusätzlichen sechsgruppigen Kindertagesstätte gestellt, die 2024 bezogen werden soll. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein sehr wichtiges Anliegen, erklärt hierzu Bürgermeister Carsten Helfmann. Derzeit stünden Kinder auf der Warteliste, die etwa eine Gruppe ausmachten. Doch will man in den beiden bestehenden Kitas je einen Gruppenraum zu Mensen umbauen und zudem werden auch die Neubaubaugebiete neuen Kita-Bedarf mit sich bringen.

Eppertshausen – In den vergangenen Jahren wurden die Platzkapazitäten an beiden Eppertshäuser Kindertagesstätten optimiert und insgesamt drei Gruppen angebaut. Doch ist die Zahl der Kinder mit Einzelintegrationen in der Vergangenheit stetig gestiegen. Aktuell werden 13 Kinder in Eppertshausens Kindergärten speziell gefördert.

„Der Bau einer dritten Kindertagesstätte soll neben den zusätzlichen Platzkapazitäten für Kinder im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren in den bestehenden Kindertagesstätten Sonnenschein und St. Sebastian einen Ausbau des bereits hohen Qualitätsstandards ermöglichen“, erklärt der Verwaltungschef.

Es ist für beide Kindertagesstätten bereits geplant, jeweils einen Gruppenraum in eine Mensa umzubauen. So bekommen die Kinder einen festen Bezugsraum zum Frühstücksbuffet und zum Mittagessen.

Die Zahl der Mittagessen stieg in der Vergangenheit stetig an. In der katholischen Kinderstagesstätte erhalten bis zu 80 Kinder und in der gemeindeeigenen Kindertagesstätte Sonnenschein bis zu 60 Kinder ein warmes Mittagsmahl. Zwei Drittel der Kinder sind mit einer Betreuungsdauer von mehr als sechs Stunden angemeldet.

Aktuell gibt es in Eppertshausen noch eine überschaubare Warteliste für einen Regelkindergartenplatz. Im Bereich der Kleinkindbetreuung können derzeit noch allen Kindern Plätze angeboten werden. Allerdings werden die Häuser des Neubaugebiets Am Abteiwald rasch bezogen und in die frei werdenden Wohnungen in Eppertshausen ziehen überwiegend junge Familien aus der Region ein.

Der Neubau soll in Modulbauweise erstellt werden. „Die Baukosten für diese neue Kindertagesstätte werden aktuell auf 3,5 bis 4,5 Millionen Euro geschätzt“, sagt Helfmann. Ein Förderbetrag des Landes Hessen bis zu 1,5 Millionen Euro seien im Landesförderprogramm Kinderbetreuung 2020 – 2024 für die Gemeinde möglich.

Derzeit gibt es eine grobe Zeitplanung: Im kommenden Jahr soll ein Grundstück für das Projekt erworben werden, im darauf folgenden Jahr ist die Planung und Genehmigung eines Bebauungsplanes sowie Stellung eines Bauantrages vorgesehen. 2023 könnte nach den entsprechenden Gewerke-Ausschreibungen der Baubeginn starten und im Jahr 2024 soll die Fertigstellung erfolgen. Helfmann erläutert: „Dieser Zeitplan ist abhängig von einem Förderbescheid des Landes Hessen.“ Ins Auge gefasst hat die Kommune für einen Kita-Neubau Grundstücke am östlichen Ortsrand, wo auch die Neubaugebiete nahe liegen, sowie nördlich der Gemeinde.

Bis der Bau abgeschlossen ist, prüfe die Verwaltung den Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung eines Waldkindergartens sowie die temporäre Nutzung des Haus Westermanns, um Eppertshausens Kindern ein kurzfristiges und erweiterndes Angebot bieten zu können. (Von Thomas Meier)

Bevor zu viele Kinder in die Eppertshäuser Kitas strömen, soll neu gebaut werden.

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