Wo bleiben Anmeldungen?

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Dennis Rühl freut sich auf die Ferienspiele und rät zur Anmeldung.

Eppertshausen - Lange haben gerade die berufstätigen Eppertshäuser Eltern darauf gewartet und es auch immer wieder bei der Gemeindeverwaltung eingefordert: Eine Ferienbetreuung in den Sommerferien, die täglich zu festen Zeiten stattfindet. Von Jasmin Frank

Bislang verteilten sich die Angebote in der kleinen Kommune lose über die lange Ferienzeit und fanden an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die vielseitigen Angebote machten den Jungen und Mädchen vor Ort zwar jede Menge Spaß, doch zahlreiche Eltern hatten Probleme, eine regelmäßige Betreuung während ihrer Arbeitszeit zu finden. Oftmals mussten Vater und Mutter ihren Urlaub getrennt voneinander antreten, damit stets jemand für die Kinder zu Hause ist.

„Uns ist es ein großes Anliegen, gute Bedingungen für Familien zu schaffen. Weil wir ja bereits in verschiedenen Bereichen gut mit den Münsterer Nachbarn zusammenarbeiten, haben wir nun auch in der Jugendpflege eine solche Kooperation gestartet“, informiert Bürgermeister Carsten Helfmann. So werden die Sommerferien neu organisiert und seit Anfang April können sich auch Eppertshäuser Kinder für die Münsterer Ferienbetreuung in der vierten und fünften Ferienwoche anmelden, die speziell für Familien eingerichtet wurde, in denen beide Eltern berufstätig sind oder ein Elternteil die Kinder alleine erzieht.

20 Plätze für Eppertshäuser Kinder bereitgestellt

„Bislang hatten wir immer 30 Plätze für die Münsterer bereitgehalten und nun haben wir noch 20 für Eppertshäuser Kinder bereitgestellt. Doch während die Münsterer das Angebot sehr gut angenommen haben, bleiben die Kinder aus Eppertshausen aus, erst zwei Jungen sind mit von der Partie“, wundert sich Diplom-Sozialpädagoge Dennis Rühl, der derzeit als Jugendpfleger in beiden Gemeinden eingesetzt ist und die Ferienbetreuung organisiert. Gemeinsam mit den Bürgermeistern beider Kommunen überlegt er, woran es liegen könnte, denn informiert wurde über das neue Angebot, so dass die Argumente wohl darin zu liegen scheinen, dass die Eltern entweder im Frühjahr schon ihren Urlaub anderweitig geplant hatten oder aber Scheu vor dem Unbekannten haben.

„Das Konzept ist sowohl neu als auch fremd, da die Ferienbetreuung anders abläuft als die Ferienspiele in Eppertshausen. Wir haben hier ja ein nach pädagogischen Gesichtspunkten aufgebautes Programm, das sich gezielt über die 14 Tage ausbreitet. Vielleicht sind die Eltern einfach skeptisch, weil sie jetzt noch nicht genau wissen, was konkret an jedem Tag geplant ist“, erklärt sich Rühl die Zurückhaltung.

Niedrige Kosten für zweiwöchige Betreuung

Sicher ist: Die Ferienbetreuung hat einen festen Standort am Münsterer Freizeitgelände und nutzt bei schlechtem Wetter das Jugendzentrum. Zudem werden Ausflüge gemacht, Sport getrieben, kreative Angebote genutzt und natürlich auch ins Dieburger Freibad gefahren. „Das Programm ist sehr abwechslungsreich, langweilig wird es bestimmt niemanden“, verspricht der Kinder- und Jugendexperte.

Die Kosten für die zweiwöchige Betreuung sind niedrig: 95 Euro sind inklusive Mittagessen zu entrichten, denn die Gemeinden steuern etwa denselben Betrag noch einmal pro Kind im Rahmen der freiwilligen Leistungen bei. „Am besten ist es, sich jetzt anzumelden und die Gelegenheit zu nutzen“, werben Helfmann und Rühl für das interkommunale Projekt, denn schade wäre es sicher, wenn die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden in den Rathäusern zwar gut funktioniert, von den Bürgern aber nicht praktiziert wird.

Die Anmeldungen liegen in den Rathäusern aus und können auch auf www.muenster-hessen.de bis Ende Mai herunter geladen werden.

Quelle: op-online.de

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