Ungebetene Gäste auf Bolzplatz

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Vor dem Kicken steht die Bolzplatz-Reinigung: Kinder und Jugendbetreuer ärgern sich über Hundehalter, die trotz Verbotsschilder ihre Vierbeiner auf das Spielfeld lassen.

Eppertshausen (tm) - Milde Temperaturen sorgen für Leben auf dem Bolzplatz – leider auch von ungebetenen Gästen. Seit das Thermometer wieder zuverlässig Plusgrade meldet, erfreut sich der Gummiplatz an der Bürgerhalle wachsender Beliebtheit bei jungen Eppertshäusern.

Das erst im vergangenen Mai sanierte Kleinspielfeld des Landkreises wird zum Sportunterricht der Stephan-Gruber-Schule genutzt und seit einigen Jahren hat die Gemeinde ein Nutzungsrecht, das von Kindern und Jugendlichen auch außerhalb der Schulzeit intensiv in Anspruch genommen wird.

Doch leider kommt vor dem Spiel immer öfter zuerst der Ekel: Fast täglich wird das Gelände als Hundetoilette missbraucht - mit Duldung der Halter. „Besonders ärgerlich sind die Haufen in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld, wo der Ball durchrollt oder sehr schnell reingetreten werden kann“, ärgert sich Dennis Rühl, Jugendpfleger der Gemeinde Eppertshausen, der den neuen Jugendtreff in der Bürgerhalle mit direktem Zugang zum Bolzplatz leitet. Mit seinem Kollegen Ismail Özdemir ist Rühl immer öfter verwundert über die Rücksichtslosigkeit der entsprechenden Hundebesitzer. Besonders die Rasenflächen am Spielfeld und hinter den Toren seien von Hundekot übersät und selbst in der Sandgrube, die für den Weitsprung im Schulsport genutzt wird, befanden sich schon Hundehaufen.

„Widerwillig entfernen wir die Haufen“

„Widerwillig entfernen wir die Haufen, bevor die Kinder reintreten und wir alles im Jugendraum haben“, sagt Rühl und ergänzt: „Schöner wäre es natürlich, wenn die Haufen erst gar nicht dort entstehen oder die Hundebesitzer ihrer Pflicht nachkommen und sie selbst entfernen.“ Das Führen von Hunden sei auf dem Platz sowieso nicht gestattet, aber noch so große Hinweisschilder würden nicht helfen, da die Hunde nicht lesen können und die entsprechenden Besitzer sie offensichtlich ignorieren.

„Die Nutzer des Spielfeldes weisen wir immer darauf hin, dass der Platz sauber zu halten ist und Kaugummis oder anderer Unrat in die Mülleimer gehört“, sagt Özdemir. Die Bitte nach einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Feld verpuffe aber, wenn sich die Erwachsenen nicht auch daran hielten.

Tor mit Konsequenzen

Als einfachste Lösung sieht Dennis Rühl die Möglichkeit, das Tor des Platzes zu verschließen und nur zu öffnen, wenn der Platz auch beaufsichtigt werden könne. Die damit einhergehende Konsequenz, dass nicht nur die Hunde, sondern auch die Kinder und Jugendlichen ausgesperrt würden, will die Gemeindejugendpflege aber vermeiden. So bleibt zu hoffen, dass die entsprechenden Hundebesitzer einsehen, dass ihre Vierbeiner nichts auf dem Gelände des Bolzplatzes zu suchen haben oder zumindest dafür sorgen, dass ihre Haufen entfernt werden.

Quelle: op-online.de

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