Boxer auf dem Catwalk

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Sie präsentierten die Welpen zur großen Boxer-Zuchtschau in der Babyklasse (von links): Angelika Hartmann mit Rina, Bianca Link mit Axel von der Römerstadt, Jutta Brückner mit Amelie von der Römerstadt und Catherine Acker mit Jovanna Stepform.

Eppertshausen - Das war mal ein ganz besonderes und tierisches Familientreffen, das da am Sonntag für jede Menge Leben im Park 45 sorgte. Von Thomas Meier

Die Gruppe Dieburg-Eppertshausen im Boxer-Klub München hatte zur großen Sonderausstellung eingeladen und aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland waren Züchter und Halter der altehrwürdigen Hunderasse gekommen, ihre Vierbeiner dem ebenfalls von weither angereisten Publikum zu zeigen. 113 Boxerhunde aller Farben (gestromt, gelb und weiß) waren in zehn zu bewertenden Gruppen vertreten, besonders beachtet dabei die Babyklasse von drei bis sechs Monaten sowie die Offene Klasse (ab 15 Monate).

Der Übungsplatz der Boxer-Gruppe in Eppertshausen an der Einsteinstraße 1 war den ganzen Tag dicht umlagert. Die Parkplätze der nahegelegenen Supermärkte im Park 45 waren nahezu alle besetzt. Die erste Zuchtschau des Landes zog wie erwartet die Hundefreunde geradezu magisch an. „Wir sind immer die ersten, die im Jahr ihre Tiere zeigen, wechseln uns dabei mit dem Boxer-Klub Bergstraße ab, sagt Hans-Ludwig Weyrauch aus Mossautal vom Eppertshäuser Vorstand. Und die Schönheitsschauen der südhessischen Hunde seien stets gut besucht, auch „bei Mistwetter ließen die Fans die Aussteller Ende März nie im Stich.

Aussteller aus der Schweiz, Holland und Italien

70 Mitglieder hat die Gruppe Dieburg-Eppertshausen, davon sind neun Züchter und insgesamt rund 20 aktiv im Vereinsgeschehen dabei. Seit über 20 Jahren zeigen sie bereits im Eppertshausen ihre Hunde, dort nahe der Autobahn wurde einst ein Sportplatz nicht mehr benötigt, der seitdem dem Vereinsgeschehen dient.

Boxers Laufsteg ist der Rasen. Foto: Th. Meier

Aus der Schweiz, Holland und Italien waren am Sonntag Aussteller angereist, ihre „Besten Freunde des Menschen“ zu präsentieren. Zu diesem Zwecke waren oftmals ganze Familien ins Geschehen eingespannt. Herrchen oder Frauchen präsentierten Rüden oder Hündinnen in den voreinander getrennten Feldern, und die anderen Familienmitglieder riefen ihren Wauwaus von außerhalb etwas zu, damit sich die Boxer den Juroren auch ja von ihrer besten Seite zeigten. Etliche Hundehalter lockten am Rande mit den Lieblingsspielzeugen ihrer Vierbeiner, die den ganzen Stress fast durchweg stoischen Gemüts mitmachten.

Bullenbeißer unmittelbarer Vorfahre des Deutschen Boxerhundes 

Schon im Mittelalter wurden an europäischen Fürstenhöfen regional variierende Bullenbeißer-Schläge zur Jagd auf wehrhaftes Wild, also Bären oder Wildschweine, gezüchtet. Aus diesen entwickelten sich Rassen wie Alans, Brabanter Bullenbeißer, Mastiff, Bulldoge oder Bordeauxdogge. Für den Deutschen Boxerhund, anfangs gern auch als „Münchner Bierboxer“ bezeichnet, gilt als unmittelbarer Vorfahre der Brabanter Bullenbeißer.

In Deutschland wurde 1895 der Boxer-Klub als Verein mit Sitz in München gegründet. 1904 stellte er den ersten Standard auf, den er heute noch festlegt. Seit 1924 ist der Deutsche Boxer als Diensthunderasse anerkannt, doch längst schon werden die stämmigen, ruhigen und als selbstbewusst geltenden Hunde überwiegend als Familientiere und Begleiter des Menschen gehalten.

Benito von Alcazar bester Hund des Tages

Den besten Hund des Tages in der Offenen Klasse präsentierte am Sonntag der Dieburger Peter Allmann. Er führte Benito von Alcazar vor, der aus seiner Zucht stammt und dem Dieburger Gastronom Giro Serredi gehört. Zudem holte Allmann, der sich seit sieben Jahren der Boxer-Zucht verschrieben hat, mit seiner neuneinhalbjährigen Hündin Anjoulie von Gebrüder Grimm, ebenfalls aus dem Zwinger Alcazar, in der Veteranenklasse den ersten Platz.

Quelle: op-online.de

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