Wichtiges Rettungswerkzeug gestohlen

Brachiale Diebe im Feuerwehrhaus

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Die aufgebrochenen Spinde im Umkleideraum der Wehr.

Eppertshausen - Eine Spur der Verwüstung hinterließen rücksichtslos vorgehende Diebe am Wochenende in gleich zwei Feuerwehrhäusern. Von Thomas Meier

Der von den Vandalen angerichtete Schaden in Eppertshausen konnte heute Mittag nicht einmal im Ansatz geschätzt werden, und auch bei der Freiwilligen Wehr in Sickenhofen gingen die Täter auf ihrem Beutezug mit brachialer Gewalt zielgerichtet vor.

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Gleich zweimal gingen die Täter auf Diebeszug. In Eppertshausen gelangten sie wohl am Samstag zwischen Mitternacht und 9 Uhr im Niederfeld in die Feuerwache, in Sickenhofen wurde der Einbruch am Sonntag gegen 18 Uhr bemerkt. In beiden Fällen wurden Schlösser und Türen aufgebrochen und nahezu alle Räume der Wehren durchwühlt. Was die Kriminellen im Einzelnen entwendet haben, steht noch nicht endgültig fest.

Schadensbericht umfangreich

Stählerne Materialschränke wurden aufgebrochen und durchsucht.

Was in Eppertshausen jedenfalls bislang im Schadensbericht zusammengetragen wurde, ist äußerst umfangreich. Ein Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr in Eppertshausen bemerkte die Missetat am Samstagmorgen um 9 Uhr, als er zufällig an der Feuerwehr im Niederfeld vorbeikam: „Eine Tür stand offen. Und sie sah gleich irgendwie seltsam verbogen aus“, erinnert er sich an die erste Schrecksekunde. Ein näherer Blick genügte, und der Feuerwehrmann verständigte Polizei, Gemeindebrandinspektor Frederick Schmitt und Bürgermeister Carsten Helfmann. Sie alle werden wohl noch Tage zu tun haben, den genauen Schadensbericht zu erstellen.

Die Ermittler und die Feuerwehrleute sind sich sicher: zumindest in Eppertshausen müssen die Täter wohl Stunden im Haus verbracht haben, denn es gibt keinen Raum, kein Auto und kein Behältnis, in das sie nicht einen Blick nach umsetzbarer Beute geworfen haben. Schlimm: was sich nicht klauen ließ, zerstörten die Kriminellen, wie beispielsweise den großen, fest in die Wand eingedübelten Flachbildfernseher im Gruppen- und Lehrraum. Als sie ihn nicht aus der Verankerung brechen konnten, zerschlugen sie den Monitor.

Angriffe mit Brechstangen

Hier lockte das Münzgeld.

Nahezu alle Türen im Eppertshäuser Wehrhaus sind aus stählernen Brandschutzzargen, gesichert mit sehr stabilen Schlössern und ebenfalls fast alle zur Zeit des Einbruchs auch verschlossen. Doch den Angriffen mit Brechstangen oder ähnlichem brachialen Werkzeug hielten sie nicht stand. Von der Straße her ist der Weg der Einbrecher im Inneren Stück für Stück anhand der Spuren zu verfolgen. Der erste Weg führte sie wohl gleich nach oben zu den Aufenthaltsräumen, vor dessen Flur Getränkeautomaten stehen. Auch diese robusten Kästen hatten der Hebelkraft angesetzten Kuhfußes nichts entgegenzusetzen. Geklaut das Münzgeld, brachen die nach Wertsachen Suchenden dann die verschlossenen Spinde der Feuerwehrleute im Mannschaftsumkleideraum auf. Hier muss ein jeder Wehrmann noch schauen, was aus seinem Fach fehlt. Auch schlimm: „Alles lag verstreut auf dem Boden umher. Die Sachen müssen von uns erst noch richtig sortiert werden,“ sagt Murmann.

Selbst die Einsatzfahrzeuge in der Halle wurden heimgesucht, Werkzeuge und ein hydraulisches Türöffnungsgerät geklaut. In der Fahrzeughalle war das Tohuwabohu beim Eintreffen der ersten Wehrleute wohl unbeschreiblich. Die Polizeistation Dieburg hat die Ermittlungen zu den Tätern übernommen. Sie gehen von einem Tatzusammenhang aus. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich unter 06071/96560 zu melden.

Abschlussübung der Feuerwehr Babenhausen (2011)

Abschlussübung der Feuerwehr

Quelle: op-online.de

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