SPD hegt noch Zweifel am Hallenstandort

Eppertshausen (tm) - „Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung nimmt anerkennend zur Kenntnis, dass die neue Bürgerhalle trotz aller Widrigkeiten in der Endphase des Baus am letzten Samstag nahezu termingerecht eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.“

So lautet trocken der erste Satz einer Stellungnahme der SPD Eppertshausen zum kommunalen Großereignis. Und auch um ein Lob kommen die Genossen nicht umhin: „Um einen würdigen Ersatz für unsere alte Mehrzweckhalle zu erhalten, wurde seit dem Spatenstich im August 2010 der Bau unter weitgehender Einhaltung des Kostenrahmens zügig voran getrieben.“

Doch freilich geht es nicht ohne Nachschlag. „Wie hatte alles begonnen?“, fragen die Sozialdemokraten, um gleich kritische Antworten hinterher zu schieben. Die in die Jahre gekommene alte Mehrzweckhalle sei in vielfacher Hinsicht sanierungsbedürftig gewesen, sei es die Heizungs- und Lüftungsanlage, die mangelnde Wärmedämmung, die über die Jahre entstandenen Schäden an der Bausubstanz oder die Mängel beim Brandschutz.

„In dieser Erkenntnis hatte die SPD-Fraktion bereits im Dezember 2004 einen Prüfantrag gestellt. Es sollte der Finanzierungsaufwand für eine grundlegende Sanierung den Kosten für einen Neubau gegenüber gestellt werden. Sollte sich danach der Neubau als die wirtschaftlichere Lösung herausstellen, wurde als Standort der Festplatz, jedoch unter Einbeziehung des benachbarten Schulsportplatzes, favorisiert. Dieser Antrag wurde damals noch abgelehnt“, erinnert Fraktionschef Hans-Joachim Larem. Erst in der Folge eines weiteren SPD-Antrags vom Januar 2007 sei ein Gesamtsanierungskonzept für die alte Halle sowie eine erste Kostenschätzung für einen Neubau vorgelegt worden.

Bedenken zum Standort

Weitere zwei Jahre später erst seien die Schritte konkreter geworden. „Zwar wurde unser weiterer Antrag vom Januar 2009 abgelehnt, der die Einholung einer alternativen Kostenschätzung und die Prüfung von Zuschussmöglichkeiten vorsah“, so Larem, das Hauptantragsziel sei damit aber erreicht worden.

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Große Zustimmung

Im Oktober 2009 habe sich die Gemeindevertretung für den Neubau in der jetzigen Form entschieden. Dabei seien die Auffassungen in der Gemeindevertretung nur in zwei Kernpunkten auseinander gegangen: bei der Auswahl, welches der vorgestellten Gebäudekonzepte zu realisieren sei, und hinsichtlich des Standortes. „Als Demokraten haben wir die getroffene Entscheidung mit der Mehrheit von nur einer Stimme akzeptiert“, erinnert der Sozialdemokrat.

Die Bedenken hinsichtlich des Standortes aber seien geblieben. Insbesondere habe die SPD mehr Freifläche vor der Halle erhalten wollen, die bei größeren Veranstaltungen als Parkfläche zur Verfügung gestanden hätte. Larem: „Zwar hoffen wir, dass bei Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern die fehlenden Parkplätze nicht zu Problemen führen. Aber auch nach der anstehenden Erweiterung des Parkplatzes gegenüber der Schule lassen sich unsere Zweifel nicht ganz zerstreuen.“

Quelle: op-online.de

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