SPD begründet Fehlen ihres Bewerbers

Bürgermeisterwahl: Intensive Suche erfolglos beendet

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Eppertshausen - Die Eppertshäuser SPD verzichtet bei den Bürgermeisterwahlen am Wochenende auf einen eigenen Kandidaten.

Wieso die Sozialdemokraten keinen eigenen Bewerber im Rennen um den Posten des Rathauschefs aufgestellt haben, dazu nehmen der Ortsvereinsvorsitzende Manfred Hechler und der Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Larem in einer Pressemitteilung Stellung.

„Der SPD-Ortsverein hatte mit breiter Mehrheit die Absicht, einen eigenen Kandidaten zu nominieren beziehungsweise zu unterstützen“, erklären die beiden Lokalpolitiker. Zu diesem Zweck sei frühzeitig eine fünfköpfige Findungskommission eingerichtet worden. Ihre Mitglieder hätten den Auftrag gehabt, potenzielle Bürgermeisterkandidaten anzusprechen und eine Personalempfehlung an die Mitgliederversammlung abzugeben. Die Kommission habe sowohl geeignete Personen aus den Reihen der eigenen Mitglieder gezielt angesprochen, als auch überregional und außerhalb der SPD nach Persönlichkeiten gesucht, um als Alternative zu dem Amtsinhaber zur Wahl gestellt werden zu können.

„Es war zum aktuellen Wahltermin niemand bereit“

„Trotz intensiver Bemühungen und nach vielen geführten Gesprächen war zum aktuellen Wahltermin niemand bereit, als Gegenkandidat zum omnipräsenten Amtsinhaber mit der ihn stützenden breiten Mehrheit in der Gemeindevertretung anzutreten“, so die beiden Sozialdemokraten. Deshalb habe die Mitgliederversammlung im April entschieden, die gezielte Kandidatensuche einzustellen. Stattdessen werde sich die Eppertshäuser SPD sich auf die Kommunalwahlen im Jahr 2016 konzentrieren, um ihre Ausgangsposition zu verbessern. Parallel dazu würden potenzielle Bürgermeister-Kandidaten weiter aufgebaut und gefördert.

In den zurückliegenden Jahren habe sich ein aus Sicht der SPD aufgetretenes Kernproblem ständig bestätigt. „Der Amtsinhaber konnte über weite Strecken seiner Amtsperioden von den Vorarbeiten seines Amtsvorgängers und den seinerzeit von der SPD-Fraktion verfolgten Leitlinien der Kommunalpolitik profitieren.“ So sei unter anderem ohne die Weichenstellung der SPD die neuen Bau- beziehungsweise Gewerbegebiete nicht so zügig umsetzbar gewesen.

Politiker und ihre Affären

Politiker und ihre Affären

„Die SPD ist überzeugt, in den letzten Jahren eine für die Gemeinde konstruktive Kommunalpolitik aus der Opposition heraus geleistet zu haben“, so Hechler und Larem. Dies habe jedoch in den Medien und der Bevölkerung nicht die entsprechende Würdigung gefunden. Deshalb bestehe die Aufgabe der Partei in der Zukunft auch darin, ihre Politik in der Zukunft besser zu transportieren.

ses

Quelle: op-online.de

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