Auf buntem Waldfest verraten: Gründung einer Radfahr-Abteilung naht

OWK setzt auch aufs Rad

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Die Kindertanzgruppen des OWK sind einer der Gründe, weshalb die Eppertshäuser Ortsgruppe unter ihren mehr als 500 Mitglieder fast die Hälfte an Personen unter 18 Jahren verzeichnet.

Eppertshausen - Der Odenwaldklub OWK Eppertshausen feiert mit Tanz und Musik ein gut besuchtes Waldfest am Haus Westermann und wirbt für Pläne, bald eine Abteilung für Wanderradler zu initiieren. Die Jazzband biegt derweil falsch ab.

Wenn die Sonne aufs Haus Westermann scheint und Christi Himmelfahrt ist, dann darf man darauf wetten, dass hunderte Eppertshäuser zu Fuß und mit dem Rad zum Waldfest des Odenwaldklubs pilgern. Zumindest wieder seit 2016: Vorher war die Lokalität von der Gemeinde modernisiert worden, was den OWK und seine beliebte Veranstaltung auf den Bahnhofs-Vorplatz verschlagen hatte. Seit dem vergangenen Jahr ist die mehr als 500 Mitglieder starke Ortsgruppe, darunter fast zur Hälfte unter 18 Jahren, zurück am Stammdomizil, das jetzt aus allen Nähten platzte.

Voll belegte Tische draußen und im Zelt, Schlangen an den Ständen für Süßes und Deftiges: Bereits am Nachmittag strahlte Vorsitzender Norbert Anton über beide Backen. Nicht nur, weil Petrus mitspielte und sich die Mühen auch finanziell für den Eppertshäuser OWK ausgezahlt haben dürften. „Es ist toll, dass wir noch genügend Helfer haben, um eine Veranstaltung hier draußen machen zu können“, freute sich Anton. Andere Ortsvereine scheuen den Weg hinaus in die Nähe des Sportzentrums unter anderem wegen des logistischen Aufwands, wählen stattdessen die Bürgerhalle und ihren Vorplatz oder das „Haus der Vereine“ für ihre Veranstaltungen. „Mobiliar, Anschlüsse, Sonnenschirme – das muss man alles erst einmal hierher bringen“, sagte Anton. Ein Teil sei zwar vor Ort deponiert, vieles transportiere der OWK aber zwischen den Lagerräumen im „Haus der Vereine“ und dem Haus Westermann hin und her. Was man nicht nur wegen der Anzahl der Mitglieder, sondern auch ihrer durchmischten Altersstruktur schaffe: „Wir haben auch einen satten, gesunden Mittelbau“, so Anton. Der fehlt andernorts häufig; beim OWK gelinge es aber, gerade die Eltern jener vielen Kinder einzubinden, die in der Ortsgruppe aktiv seien.

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Die Kids mischen beispielsweise in den Kindertanz-Gruppen, aus denen einige Mädchen Volkstänze vorführten, mit. Älter sind die Mitglieder des Mandolinenorchesters, das am Vatertag ebenfalls spielte. Beinahe wären auch ungeplante Klänge ertönt: Eine Jazzband, die ein Engagement in Ober-Roden hatte, war offenbar falsch abgebogen und tauchte auf dem Waldfest auf. „Die waren schon fast am Aufbauen, als sie festgestellt haben, dass sie bei uns nicht richtig sind“, lachte Anton, den auch nicht aus der Fassung brachte, dass aus der Hüpfburg zwischenzeitlich buchstäblich die Luft raus war.

Gute Laune herrschte auch mit Blick nach vorn: 2019 feiert der Orts-OWK sein 100-jähriges Bestehen, plant eine große Sause und steckt schon seit einigen Monaten in der Vorbereitung. Nähere Pläne werde man zu gegebener Zeit bekanntgeben. Noch früher, wohl schon in den kommenden Wochen, soll hingegen die Gründung einer Radfahr-Abteilung Konturen an- und die Arbeit aufnehmen, kündigte Anton an. (jd)

Quelle: op-online.de

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