Zum CDU-Neujahrsempfang auf Landtagswahl eingestimmt

Helfmann: Sehe noch Arbeit für mich

Hessens Generalsekretär Manfred Pentz sprach beim Neujahresempfang der Eppertshäuser CDU.

Eppertshausen - Der Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes diente der Ehrung langjähriger Mitglieder, dem Einstimmen auf den Wahlkampf zur Landtagswahl im Oktober und der Weichenstellung der Ortspolitik.

Es ist eine Veranstaltung im kleinen Kreis, und dennoch sind Hessens CDU-Generalsekretär Manfred Pentz und CDU-Kreisvorsitzender Gottfried Milde anlässlich des Neujahrsempfangs der Eppertshäuser Christdemokraten gekommen. Immerhin war der Neujahrsempfang der Eppertshäuser CDU der erste offizielle Termin des neuen Vorsitzenden des Ortsvereins, Michael Crössmann, der zahlreiche verdiente und langjährige Parteimitglieder ehrte.

Auch wurden schon jetzt die Weichen für den Wahlkampf gestellt, obgleich die Hessen erst am 28. Oktober zur Landtagswahl aufgerufen sind. Die Ansprache von Manfred Pentz, der sich als Groß-Zimmerner den Landkreiskommunen mit ihren CDU-Ortsvereinen und langjährigen Weggefährten besonders verbunden fühlt, zielte demnach auch auf die Politik in Hessen ab.

Viele skeptische Stimmen habe es gegeben, als die CDU mit den Grünen eine Koalition auf Landesebene eingegangen war, sagte der Generalsekretär. Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniere das Bündnis jedoch gut. Und das, obwohl die Grünen nicht die „geborenen Koalitionspartner“ seien. Die Schwierigkeiten bei der Bildung einer neuen Regierungskoalition auf Bundesebene war ebenfalls ein Thema, das Manfred Pentz touchierte. Wichtiger waren ihm der zufriedene Blick auf das Erreichte – erstmals seit 50 Jahren nimmt Hessen keine neuen Schulden mehr auf – und der zuversichtliche Blick in die Zukunft.

CDU-Kreisvorsitzender Gottfried Milde und Generalsekretär Manfred Pentz (links) ehrten zusammen mit Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann und Parteivorsitzendem Michael Crössmann (dritter und vierter von rechts) folgende CDU-Mitglieder: Elisabeth Müller, Lutz Murmann, Friedrich Wilhelm, Walter Gruber, Charles Ross und Engelbert Müller.

„Wir müssen hart daran arbeiten, dieses Land zu gestalten. Dazu gehört unbedingt eine verlässliche Regierung, die das Soziale ebenso im Fokus hat wie eine pulsierende Wirtschaft“, sagte er. Mehr Zuversicht und mehr ehrenamtlichen Einsatz wünschte sich auch Michael Crössmann. Als er sein Amt als Parteivorsitzender in Eppertshausen antrat, sei er mehrfach gefragt worden, was er denn davon habe. „Das ist symptomatisch für ein Land, in dem sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren und darin eher eine Belastung sehen“, so Crössmann.

Er hob die beispielgebende Einsatzfreude der Mitglieder hervor, die teils schon vor 60 Jahren ihre politische Heimat in der CDU gefunden haben. So ist Engelhard Müller bereits seit sechs Jahrzehnten Mitglied der Christdemokratischen Partei – aus Überzeugung und tiefer Verbundenheit. Walter Gruber trat vor 55 Jahren in die Eppertshäuser CDU ein, ist heute Ehrenbeigeordneter und Vorsitzender der Senioren-Union.Friedrich Wilhelm ist seit einem halben Jahrhundert Mitglied und war in den bedeutsamen Jahren 1972 bis 1977 Gemeindevertreter. Es sei unter anderem ihm zu verdanken, dass die Gemeinde Eppertshausen in der Phase der Gebietsreform ihre Eigenständigkeit behalten hat, sagte Bürgermeister Carsten Helfmann.

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Elisabeth Müller wurde für 40 Jahre in der Eppertshäuser CDU und ihr Engagement im Partei- und Gemeindevorstand geehrt. Der erste Beigeordnete Lutz Murmann schließlich gehört seit 25 Jahren dem CDU-Ortsverein Eppertshausen an. Eine besondere Ehrung gab es für Charles Ross, der Ende 2017 sein Amt als Parteivorsitzender nach 20 Jahren abgab. Er habe die CDU bei der jüngsten Kommunalwahl zu ihrem Rekordergebnis von 72,2 Prozent der Wählerstimmen geführt, sagte seine Nachfolger Michael Crössmann. Ross ist nun nicht mehr nur überzeugter Europäer, Eppertshäuser und Christdemokrat sondern auch Ehrenvorsitzender der örtlichen CDU.

Eppertshausens Bürgermeister Helfmann ließ bei den Ansprachen anderen Rednern den Vortritt und äußerte sich nur am Rande des Neujahrsempfangs unserer Zeitung gegenüber zu seiner eigenen Zukunft als Rathaus-chef in Eppertshausen. „Durch meine Bewerbung um das Bürgermeisteramt in Rödermark habe ich bemerkt, wie gut es mir in Eppertshausen geht. Es gibt in der Gemeinde noch einige Arbeit für mich, darunter das seniorengerechte Wohnen als eines der größten Projekte“, sagte Helfmann.Er habe zwischenzeitlich „einige Angebote“ bekommen. Jedoch keines, das attraktiver sei als seine Arbeit als Bürgermeister in Eppertshausen. (zeta)

Quelle: op-online.de

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