Chorgesang der Solidarität

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Der Kinderchor Liederkranz-Frohsinn erhob seine Stimme für die Liebe und die armen Straßenkinder in Brasilien.

Eppertshausen ‐ Die Solidaritätsaktion kleiner und großer Chorsänger der Gemeinde sucht ihresgleichen: 160 Aktive der sechs örtlichen Chöre sangen in der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian für ein Straßenkinderprojekt in Brasilien. Rund 400 Gäste füllten bei diesem Benefizkonzert im Gotteshaus auch noch die letzten Plätze. Von Ursula Friedrich

„Für die Liebe singen wir, wenn die Welt den Mut verliert“, mit diesem anrührenden Werk berührte der Kinderchor Liederkranz-Frohsinn unter Leitung von Theresia Uglik die Herzen des Publikums. Die Einnahmen der Veranstaltung fließen in einen Winkel der Erde, wo Kinder so arm sind, dass sie in Pappkartons hausen.

In den Slums Rio de Janeiros gründete die brasilianische Pfarrgemeinde „Sao Miguel Arcanjo“, unterstützt von der Dieburger Partnergemeinde St. Wolfgang, 1986 das „Casa de Menor - Haus der Straßenkinder“ (wir berichteten). Heute ist das Projekt auf fünf Häuser angewachsen, in denen 150 Kinder und Jugendliche in familiären Strukturen aufwachsen. Der Erlös des Eppertshäuser Benefizkonzertes, rund 2300 Euro, wird nun nach Brasilien fließen, um die Zukunft des Straßenkinderhauses zu sichern.

Kinderchor Sebastian mit Pop-Song der Band Silbermond

„Das ist ein prima Ergebnis“, freute sich Friedel Wilhelm, neben Rudolf Becker Hauptverantwortlicher des Projekts. Noch einmal lobte er die Mitwirkenden: „Alle Chöre sagten uns innerhalb von zwei bis drei Wochen für unser Konzert zu.“ Und bereicherten das Konzert mit den schönsten Stücken geistlicher und weltlicher Chorliteratur: Der Kinderchor Sebastian, Leitung Tanja Müller, interpretierte einen Pop-Song der Band Silbermond, der große Chor Sebastian, dirigiert von Dieter Müller-Herzing, wählte sakrale Werke.

Auch der Liederkranz-Frohsinn unter Leitung Manfred Küchlers, der Katholische Kirchenchor Sankt Valentin (Claudia Roth) sowie das Ensemble Musica und der Männerchor des Gesangsvereins Germania (Hans-Dieter Müller) begeisterten mit einer bunt gemischten Darbietung ernsterer und heiterer Stücke.

Mit großem Stolz nahmen Rudolf Becker und Friedel Wilhelm die Auszeichnungen der Diözese Mainz zum Abschluss entgegen. Der Dieburger Geistliche Alexander Vogl von der Pfarrgruppe Dieburg würdigte die beiden engagierten Christen mit der Dank- und Anerkennungsmedaille für ihr christliches Wirken.

Quelle: op-online.de

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