Containerära endet

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Die letzten Möbel sind aus dem Container geholt und nun wird auch das Eingangsschild abmontiert.

Eppertshausen - Eppertshausen ist im Wandel begriffen – vieles entsteht neu, so manches verändert sich und einiges verschwindet ganz. Von Jasmin Frank

So müssen auch die Jugendlichen nun von ihrem Container Abschied nehmen, der ihnen seit vielen Jahren auf dem Eppertshäuser Franz-Gruber-Platz als Jugendtreff diente.

„Wir kommen immer hierher, wenn offen ist. Etliches haben wir hier schon erlebt. Bei schlechtem Wetter spielen wir Darts oder Kicker, bei schönem leihen wir uns einen Ball aus und gehen auf den Bolzplatz“, berichten die Freunde Dennis und Koray.

Auch die Betreuer Dennis Rühl und Ismail Özdemir erinnern sich gerne an die vergangene Zeit zurück und erzählen: „Wir hatten hier zwar nie so richtig viel Platz, konnten aber dennoch einiges auf die Beine stellen und sogar Kinoabende anbieten. Manchmal haben wir auch Pizza geholt oder Turniere veranstaltet. Zumeist haben wir aber gemeinsam mit den Jugendlichen geschraubt, gewerkelt und viel gestrichen.“

Doch nun wurden die letzten Möbelstücke ausgeräumt und sogar das Eingangsschild kam ab. Der Container wird jetzt nach Groß-Umstadt verfrachtet, wo er zunächst auf dem Bauhof abgestellt wird, bis die dort angesiedelte Jugendarbeit ihn verwenden wird. Doch die sucht derzeit noch nach einem passenden Stellplatz.

Abschied mit Wehmut

Auch wenn für den Eppertshäuser Nachwuchs der Abschied mit ein wenig Wehmut verbunden ist, der Ausblick auf die Zukunft lässt die traurigen Gefühle schnell verschwinden, denn in der neuen Bürgerhalle erwartet die Jungen und Mädchen ein neu eingerichteter Raum, der nicht nur viel größer ist als der ausrangierte Container und satte 42 Quadratmeter zur Verfügung stellt. Er verfügt zudem über eine weitere Errungenschaft, über die sich Özdemir besonders freut: „Eine Küche! Nun können wir auch gemeinsam kochen und haben es damit auch viel gemütlicher.“

Auch die Kinder wissen die neuen Räumlichkeiten zu schätzen. „Wir haben dann viel mehr Schränke und Möbel. Alles ist viel cooler gemacht und wir sind direkt neben dem Sportplatz“, freuen sich Dennis und Koray.

Gerade die offene Gestaltung zum Bolzplatz hin ist ein Vorteil, den auch Dennis Rühl zu schätzen weiß. „Besonders während des Sports können wir Jugendarbeit aktiv gestalten, denn so kommen wir schnell und direkt mit den Jugendlichen in Kontakt“, informiert er.

Bis der neue Jugendraum in der Bürgerhalle Ende des Jahres bezogen werden kann, kommen die Kinder vorübergehend im katholischen Jugendheim unter, was den Vorteil hat, dass die laufenden Öffnungszeiten mittwochs von 16 bis 20 Uhr und freitags von 16 bis 21 Uhr beibehalten werden können..

Quelle: op-online.de

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