Fach-Verlag solidarisiert sich mit Betroffenen

Corona-Krise sorgt für große Not in der Veranstaltungsbranche

Das zum Verlagshaus Gruber gehörende Team „mep - Fachzeitschrift fürs int. MICE-Business“ hat sich an der „Night of Light“ beteiligt. Dahinter stecken viele Sorgen, die gerade in der Veranstaltungsbranche akut sind. Vor dem illuminierten Firmengebäude von links: Roland Gruber, Julian Gruber, Julia Visone, Esmer Tapti und Thomas P. Scholz.
+
Das zum Verlagshaus Gruber gehörende Team „mep - Fachzeitschrift fürs int. MICE-Business“ hat sich an der „Night of Light“ beteiligt. Dahinter stecken viele Sorgen, die gerade in der Veranstaltungsbranche akut sind. Vor dem illuminierten Firmengebäude von links: Roland Gruber, Julian Gruber, Julia Visone, Esmer Tapti und Thomas P. Scholz.

Der Veranstaltungsbranche geht es in der Corona-Krise besonders schlecht - und echte Besserung ist nicht in Sicht.

Eppertshausen – Weil Künstler, Techniker, Agenten, Betreiber von Event-Locations und viele mehr in der politischen Debatte jedoch eher am Rande vorkommen, haben Unternehmen und Mitstreiter vor ein paar Tagen mit der „Night of Light“ deutschlandweit auf die prekäre Lage und hunderttausende bedrohte Jobs aufmerksam gemacht. Auch in Eppertshausen gab es eine der mehr als 5 000 Illuminationen von Objekten mit rotem Licht zu sehen.

Bis zu zwei Millionen Menschen arbeiten - je nach Definition, was man alles zur Veranstaltungsbranche zählt - in diesem Wirtschaftszweig, der damit zu den größten und vielfältigsten der Republik gehört. Ganz nah dran an vielen Akteuren ist das Verlagshaus Gruber im Eppertshäuser Gewerbegebiet Ost. Unter den vier Magazinen, die das Unternehmen herausgibt, ist auch der Titel „mep - Fachzeitschrift fürs int. MICE-Business“. Fünf- bis sechsmal jährlich berichtet es über Themen, Trends und Neuigkeiten aus der Veranstaltungswirtschaft im deutschsprachigen Raum. Aufgrund dieses Bezugs tauchte zur „Night of Light“ das Team um Verleger Roland Gruber und Chefredakteur Thomas P. Scholz das Firmengebäude in der Max-Planck-Straße in rotes Licht.

„Die Verbindung der Veranstaltungs- und Kongresswirtschaft zu uns ist, dass wir eins der führenden Magazine für diese Branche sind“, erläutert Scholz den Zusammenhang. Zudem ist der Verlag mit seinem Fachblatt - „MICE“ steht für „Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions/Events“, auf Deutsch „Tagungen, Belohnungsreisen, Kongresse, Ausstellungen“ - ebenfalls von den Schwierigkeiten betroffen, die Corona und seine Folgen in der Branche ausgelöst haben. „Wir beantworten unseren Lesern vor allem die Frage, was man an Veranstaltungen wann wo machen kann“, so Scholz. Flankiert werden die redaktionellen Beiträge des Magazins von Anzeigen. Geschaltet werden sie beispielsweise von Veranstaltungs-Locations wie Kongresszentren, Stadien oder Stadthallen. Doch wo auf absehbare Zeit zumindest keine wirtschaftlich darstellbaren Events stattfinden dürfen, hält sich auch die Werbeneigung in Grenzen. Zudem werde gerade bei diesem Posten gern zuerst der Rotstift angesetzt, weiß Scholz.

Dennoch hält sich das Verlagshaus Gruber, das auch mit Magazinen zur Textilveredelung, zum Arbeitsschutz und der zugehörigen Spezialkleidung sowie zum digitalen Textildruck auf dem Markt ist, mit „mep“ noch wacker. Zwei Ausgaben in der ersten und zwei Ausgaben in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht man stets, dazu eine große Sommerausgabe. „Die ist auch für dieses Jahr in Planung“, kündigt Scholz an. „Im Grunde sind wir noch im Soll.“ Weiterhin veröffentlicht man „mep“ mit einer Auflage von 11 500 Exemplaren und richtet sich damit ans Fachpublikum.

Wie schnell in der darbenden Branche wieder nennenswerte Aufträge platziert werden können, wagt auch Fachjournalist Scholz nicht zu prognostizieren. Klar sei nur, dass bis Ende Oktober wenig besser werde, „das Verbot von Großveranstaltungen ist ja bis dahin verlängert worden“.

Mit der Illumination zur „Night of Light“ wollte das Verlagshaus Gruber im wahrsten Wortsinn den Scheinwerfer auf sich, vor allem aber auf die mit dem Eppertshäuser Unternehmen in Verbindung stehenden Firmen richten. (jd)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare