Die Damen spielen ihre Reize aus

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Im Skatclub der „Reizenden Buben“ mischen auch Frauen mit: Irene Jekl, Hilde Schießer, Christa Sommer, Vera Woyte und Victoria Kraus (von links).

Eppertshausen ‐ Die „Reizenden Buben“ sind keine eingeschworene Männertruppe auf Brautschau. Hinter dem Namen verbirgt sich ein ambitionierter Skatclub, bei dem auch Frauen kräftig mitmischen. Von Ursula Friedrich

1968 wurde der Verein gegründet, dessen Frauenquote bei rund 20 Prozent liegt – trotz des maskulinen Namens. Durchschnittlich 16 bis 20 Leute treibt jeden Freitagabend die gemeinsame Leidenschaft in das Café Homer: das Skatspiel. Wenn hier die Blätter ausgeteilt werden, lässt sich fast das Fallen einer Stecknadel vernehmen. Nur beim Ausgang eines Spiels kommen vereinzelte Kommentare, dann wird neu gemischt und gereizt.

Ob Männer oder Frauen ihre „Reize“ ausspielen, macht keinen Unterschied, darin sind sich alle Spieler einig. Frauen sind keine schlechten Zocker und Männer nicht die besseren Skatspieler. Zum Thema „Risiko“ flaxt Vera Woyte: „Wir pokern manchmal mehr als die Männer.“

Victoria Kraus – die eigentlich Ju Rong heißt und erst nach ihrem Studium aus der Heimat China nach Deutschland zog – erzählt, Skat sei in China unbekannt. „Aber man sagt den Chinesen nach, dass sie ganz gerne zocken.“

Bei auswärtigen Pokal- und Preisskatwettbewerben eroberten die „reizenden“ Damen mit Strategie, Pokergesicht und dem nötigen Quäntchen Glück bereits mehrere vordere Plätze.

Quelle: op-online.de

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